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FC Bayern: Peps Rotations-Zwickmühle

  • Aktualisiert: 17.11.2014
  • 17:49 Uhr
  • ran.de / Rainer Nachtwey
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© getty
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Bayern-Coach Pep Guardiola setzt in den englischen Wochen wieder auf Rotation. Gehen die Veränderungen in der Startelf zu Lasten der Abstimmung? Gegen den HSV deutete sich dies an.

München - Pep Guardiola will sie nicht als Ausrede gelten lassen. Die kurze Vorbereitung nach der WM. Aber der Trainer des FC Bayern weist immer wieder daraufhin, dass seine Mannschaft noch Zeit braucht.

Zeit, sich einzuspielen, sich als Mannschaft zu finden. Training allein reiche nicht. Das sagen er und seine Schützlinge immer wieder. Das komme mit den Spielen.

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Veränderungen in der Startelf

Spiele haben die Münchner nun reichlich vor der Brust. Sieben sind es in der Zeit zwischen den beiden Länderspiel-Pausen im September und Oktober, in 22 Tagen.

Aber so wirklich recht sind Guardiola die vielen Partien dann auch wieder nicht. "Wir spielen alle drei Tage", sagt der Spanier, "alle drei Tage!"

Denn er kann seine Mannschaft nicht einspielen lassen, er muss gleichzeitig auch auf die hohe Belastung Rücksicht nehmen. Deshalb hatte er beim 0:0 in Hamburg zahlreiche Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum Auftaktsieg in der Champions League gegen Manchester City vorgenommen.

Vier waren es, und es wäre sogar noch eine mehr gewesen, hätte Arjen Robben sich nicht nach dem Aufwärmen abmelden müssen und Thomas Müller dadurch Robbens Position in der Startelf eingenommen.

Spitzenspiel gegen eingespielte Paderborner

Da kommt schnell die Frage auf: Rotiert sich Guardiola damit um den Erfolg?

Zumal seine Mannschaft am Dienstag nun auf Aufsteiger und Tabellenführer SC Paderborn trifft, der bisher den am besten eingespielten Eindruck aller Bundesligisten hinterlassen hat.

Beim FC Bayern hingegen machte sich gegen den angeschlagenen HSV die fehlende Abstimmung deutlich bemerkbar, in der Offensive lief wenig zusammen, das Aufbauspiel krankte.

Dass ihm dies nicht gefällt, zeigte sich an Guardiolas Auftreten während der letzten Spiele. Wie ein Derwisch fegte er zumeist an der Außenlinie entlang, die Grenzen der Coaching Zone hielt er so gut wie nie ein.

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Lewandowski hängt noch in der Luft

Selbst als Guardiola gegen den HSV reagierte und Xabi Alonso, Mario Götze und Robert Lewandowski brachte, trat nur wenig Besserung ein.

Lewandowski war einer der wenigen Fixpunkte in Guardiolas sich ständig verändernden Aufstellungen. Gegen Hamburg sollte er sich nun 65 Minuten auf der Bank erholen. Für Lewandowski keine einfache Situation, muss er sich nach seinem Wechsel aus Dortmund an seine neuen Mitspieler erst noch gewöhnen. Noch fehlt ihm die Bindung, auch wenn der Pole bemerkt, dass es von Spiel zu Spiel besser wird.

Dauerbrenner Alaba mit Positions-Rotation

Aber selbst einer, der seit Jahren beim FC Bayern spielt und durchweg zum Einsatz kommt, tut sich in den letzten Spielen schwer: David Alaba.

Der Österreicher hat bis auf vier Minuten alle Vorbereitungsspiele bestritten, absolvierte in den sechs Pflichtspielen 540 von 540 möglichen Minuten. Aber nicht nur, dass er sich ständig neben neuen Mitspielern wiederfindet, der Linksfuß muss sich auch auf unterschiedlichen Positionen zu recht finden.

In den letzten beiden Jahren zu einem der besten Linksverteidiger der Welt entwickelt, kommt Alaba nur noch selten auf seiner Paradeposition zum Einsatz. Mal agiert er im zentralen Mittelfeld, mal als Linksaußen, wie zuletzt in Hamburg.

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Der Lokomotive fehlt noch der Dampf

Aber der Lokomotive - wie Alaba in der Vorbereitung bezeichnet wurde - fehlte in den letzten Partien Dampf, um den Zug FC Bayern zu ziehen. Und nach Ansicht Guardiolas wird dies nicht nur bei Alaba, sondern bei seiner ganzen Mannschaft, bis sie sich gegenseitig zieht, dauern.

"Auch nach diesem Spiel ändere ich meine Meinung nicht: Wir werden es bis Dezember sehr schwer haben", sagt Guardiola.

Vor allem, wenn er weiterhin so rotiert, so rotieren muss, um seine Team nicht zu sehr zu beanspruchen.


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