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Nur drei Heimsiege

Geisterspiele: Wenn der Heimvorteil flöten geht

  • Aktualisiert: 24.05.2020
  • 22:51 Uhr
  • ran.de / Andreas Reiners
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Zwei Spieltage sind seit dem Restart der Bundesliga gespielt. Es bleibt deutlich festzuhalten: Mit den Fans verschwindet auch der Heimvorteil.

München - Das Gefühl ist schwer zu beschreiben, weil es sehr speziell ist. Es kommt plötzlich, wie ein Ruck, eine emotionale Welle.

Erst leise, dann immer lauter, erst vage, dann immer bewusster: Man spürt, da geht noch was. Und man spürt, dass alle es im Stadion spüren, und dass es auch die Mannschaft merkt. 

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Es ist der Moment, wenn die Fans Einfluss nehmen auf das Spiel. Wenn sie für Impulse sorgen, wenn die Stimmung eine Partie in gewisser Weise lenken oder sie kippen lassen kann. 

Zünglein an der Waage

Fans als berühmtes Zünglein an der Waage.

Wenn sie eine Mannschaft tragen, im wahrsten Sinne des Wortes der zwölfte Mann sind. Dieser psychologische Kniff, der Vorteil, die enorme Wirkung sind nicht wegzudiskutieren, sondern erwiesen. Im Idealfall wird das Heimteam aufgeputscht, der Gegner eingeschüchtert.

Fertig ist der Heimvorteil. 

Ja, auch erwiesen ist: Er schwindet seit Jahren bereits sukzessive, unterscheidet sich auch von Land zu Land, von Team zu Team. Es werden nicht umsonst Witze gemacht, dass man bei manchen Klubs im Moment stimmungsmäßig keinen Unterschied zu vorher merkt. 

Doch in Zeiten der Coronakrise und Geisterspielen ist der Positiv-Effekt inzwischen generell nahezu verpufft.  

Da helfen dann auch keine Tricks wie in Mönchengladbach, wo fast 13.000 Fans aus Pappe auf den Tribünen verteilt wurden – gegen Bayer Leverkusen setzte es die dritte Heimniederlage der Saison.

Es ist keine große Überraschung, dass mit den Fans auch der Heimvorteil verschwindet, doch die Zahlen sind ziemlich eindeutig. 

Gladbachs 1:3 ist eine von insgesamt fünf Heimniederlagen an diesem Bundesliga-Spieltag, genauso viele gab es beim Restart vor einer Woche. 

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Heißt: Zehn Heimschlappen in 18 Spielen, dazu nur drei Heimsiege. Einzig der BVB (am 26. Spieltag gegen Schalke), der FC Bayern (gegen Frankfurt) und Hertha BSC (gegen Union) konnten nach der Corona-Pause ein Heimspiel gewinnen. "Es lässt sich festhalten, dass der Heimvorteil ein bisschen verloren gegangen ist oder zumindest ein bisschen verschwimmt", sagte Köln-Sportchef Horst Heldt: "Vor Corona konnte man bei einem Heimspiel auf die Unterstützung setzen. Das ist ein bisschen flöten gegangen."

Der FC kam seit dem Restart in zwei Heimspielen jeweils zu einem 2:2 gegen Mainz und Düsseldorf, einmal nach einer 2:0-Führung, einmal nach einem 0:2. Gegen die Fortuna sicherten Anthony Modeste (88.) und Jhon Cordoba (90.) den späten Punktgewinn. 

Zwei enge Spiele, in denen die Fans in der Regel eine wichtige Rolle einnehmen, vor allem bei so emotionalen Klubs wie dem 1. FC Köln.

Ähnlich ist es in Dortmund, auch wenn vor einer Woche im wohl seltsamsten Derby der Geschichte gegen den FC Schalke ein 4:0 gefeiert wurde. 

"Definitiv ein Nachteil"

"Für uns ist es definitiv ein Nachteil, ohne Zuschauer zu Hause zu spielen. Wir haben nicht umsonst so eine tolle Heimbilanz", sagte BVB-Manager Michael Zorc. "In der zweiten Halbzeit auf die Südtribüne zu spielen, löst bei uns was aus, und es löst auch beim Gegner etwas aus. Das fehlt."

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Wie sehr, das wird der Dienstag zeigen. Dann kommt der FC Bayern zum Spitzenspiel.

Wieder ohne Fans. Und ohne Heimvorteil.

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