Gladbach lässt Hertha alt aussehen
- Aktualisiert: 22.03.2014
- 21:31 Uhr
- SID
Borussia Mönchengladbach hat seine Krise endgültig beendet und befindet sich wieder auf Europapokal-Kurs: Gegen Hertha BSC reichen den Fohlen starke 15 Minuten zu einem klaren Sieg.
Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach liegt in der Fußball-Bundesliga wieder auf Europacup-Kurs. Der fünfmalige deutsche Meister besiegte Hertha BSC souverän mit 3:0 (3:0) und verbesserte sich mit dem zweiten Erfolg in Serie wieder auf Platz fünf. Für Aufsteiger Berlin rückt die Europa League nach dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg in immer weitere Ferne.
Juan Arango (28.), Adrian Ramos (32.) mit einem Eigentor und der Ex-Berliner Raffael (40.) trafen vor 53.050 Zuschauern im Borussia-Park für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre, die ihren ersten Heimsieg seit dem 7. Dezember (2:1 gegen Schalke 04) feierte. Für Hertha-Coach Jos Luhukay war es derweil die erste Niederlage in einem Spiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Mönchengladbach.
Gladbach begann mit dem Rückenwind des Sieges in Dortmund schwungvoll. Nach Vorarbeit von Patrick Herrmann vergab Max Kruse aber freistehend die frühe Führung, als er den Ball neben das leere Tor setzte (5.).
Ramos trifft ins falsche Tor
Danach taten sich beide Mannschaften schwer, gelungene Offensivaktionen bildeten aufgrund einiger Fehlpässe im Spielaufbau die Ausnahme. Die einzige Möglichkeit der Gäste im ersten Durchgang vergab Änis Ben-Hatira kläglich (20.).
Nach 25 Minuten wurde das Spiel der Gastgeber temporeicher und zielstrebiger, die Hertha war damit überfordert. Arango erzielte sein sechstes Saisontor nach Vorarbeit von Herrmann. Vier Minuten später verlängerte Berlins Torjäger Ramos einen Freistoß von Arango ins eigene Tor. Den schönsten Treffer der ersten Halbzeit erzielte Raffael nach Zusammenspiel mit Kruse. Es war bereits der 14. Saisontreffer des Brasilianers.
Gladbach nimmt Tempo raus
Auch nach dem Wechsel verlebte Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen in seinem 100. Bundesligaspiel einen ruhigen Abend. In der Bundesliga-Historie war nur der ehemalige Nationaltorhüter Eike Immel beim Erreichen dieser Marke noch jünger als der 21-jährige ter Stegen, der im Sommer wohl zum spanischen Meister FC Barcelona wechseln wird.
Gladbach spielte auch nach der deutlichen Führung weiter munter nach vorne und stellte die Berliner Defensive immer wieder vor Probleme. Nach rund einer Stunde nahm aber auch das Favre-Team im Gefühl des sicheren Sieges vor der englischen Woche etwas Tempo raus.
Bei Gladbach ragten Raffael, Herrmann und Arango heraus, bei Berlin erreichte kein Spieler Normalform.
Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war am Anfang schwer für uns. Nach der Führung haben wir es gut gemacht, wir waren sehr effizient. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht mehr viel Risiko eingegangen."
Jos Luhukay (Trainer Hertha BSC): "Wir waren nach einer halben Stunde in einer ziemlich aussichtslosen Situation. Es hätte anders kommen können, wenn wir in der 20. Minute selbst in Führung gegangen wären. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder Spielkontrolle bekommen, waren aber nicht zwingend genug. In den drei entscheidenden Momenten waren wir nicht aufmerksam genug."