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Ab 18 Uhr im Liveticker: Mainz 05 - Hertha BSC

Hertha BSC vor Kaltstart aus der Corona-Quarantäne: Das ist der Stand

  • Aktualisiert: 03.05.2021
  • 18:12 Uhr
  • ran.de / Kai Esser
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Für Hertha BSC geht es ab heute auf die Mission Klassenerhalt. Nach einer zweiwöchigen Quarantäne für die Mannschaft steht am Abend das erste Spiel gegen den FSV Mainz 05 (ab 18 Uhr im Liveticker auf ran.de) an. Doch wie ist überhaupt der Stand in der Hauptstadt vor den entscheidenden sechs Partien? ran.de klärt auf.

München/Berlin - "Es wird ein Monsterprogramm." Das sagte Sami Khedira nach der ersten Trainingseinheit von Hertha BSC am Freitag.

Recht hat der Weltmeister von 2014, sechs Spiele in 20 Tagen müssen die Berliner über die Bühne bringen, nachdem zwei Wochen lang nicht trainiert werden konnte.

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Khedira mit Stammplatzgarantie - Dardai stapelt bewusst tief

Khedira hat bereits Stammplatzgarantie von Trainer Pal Dardai in der Tasche. Der Hertha-Trainer erkrankte an COVID-19, wollte aber darauf nicht eingehen, stattdessen sprach er über seinen "verlängerten Arm" Khedira.

"Wenn er gesund ist, dann spielt er. Sami haben die zwei Wochen Konditionstraining sehr gutgetan. Er hat in den ersten Einheiten einen guten Eindruck gemacht. Er ist ein Organisator, er bildet in der Kabine auch unsere jungen Spieler aus", ließ der Ungar verlauten. Seit seinem Wechsel zur Hertha im Winter hat Khedira lediglich zwei Startelfeinsätze vorzuweisen.

Anschließend gab Dardai die Marschrichtung für die ersten drei Partien vor. "Aus diesen drei Spielen müssen wir vier Punkte holen. Minimum", sagte der Cheftrainer und stieß bei den Hertha-Fans damit nicht auf ungeteilte Zustimmung. "Ambitionslos", lautete dabei einer der prominentesten Vorwürfe.

Dardai rechtfertigte seine Aussage umgehend: "Ich nehme natürlich gerne mehr. Aber mit vier Punkten sind wir nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Danach hast du Endspiele, wo du auch Favorit bist."

Zu harter Zeitplan? Dardai widerspricht

Stimmen, die das Hertha-Programm als zu hart bezeichnen, will Dardai aber nicht gelten lassen: "Es ist eine machbare Aufgabe", erklärt der Coach und verweist auf das Restprogramm.

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Die Spielausgänge der Konkurrenz hätten "viel schlimmer" sein können, so der Ungar. "Alles liegt in unserer Hand." Nicht nur weil die Hertha drei Spiele weniger als die Konkurrenz hat, auch weil die Spiele nahezu ausschließlich gegen die direkte Konkurrenz stattfinden.

Nach dem Spiel gegen Mainz am Abend (ab 18 Uhr im Liveticker) muss Hertha gegen Freiburg (Donnerstag) und Bielefeld (Sonntag) ran, ehe Schalke (12.05.), Köln (15.05.) sowie Hoffenheim (22.05.) die Gegner sind. Abgesehen vom Sport-Club Freiburg geht es nur gegen Gegner, die auch noch in Abstiegssorgen sind oder, im Fall von Schalke, bereits abgestiegen sind.

Sandhausen hat es vorgemacht

Positivbeispiel, dass eine Quarantäne sowie ein straffer Zeitplan danach keine Garantie für Misserfolg sind, ist der SV Sandhausen in der 2. Liga.

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Nach 18-tägiger Spielpause kam Sandhausen furios aus der Pause, besiegte den Hamburger SV mit 2:1 sowie Hannover 96 mit 4:2 und sprang mit einem Spiel weniger als der Rest auf Platz 15. Auch im letzten Nachholspiel gegen Fürth führte man lange mit 2:1, am Ende ging das Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten knapp mit 2:3 verloren.

"Die Spieler sind über die Schmerzgrenze gegangen", sagte SVS-Coach Gerhard Kleppinger. Das kann und wird vermutlich auch der Hertha passieren.

"Man muss ein gutes Bauchgefühl haben, damit wir die Jungs nicht überbelasten und sie am Montag topfit sind", erklärte Dardai. Doch Bauchgefühl reicht im Profifußball nicht mehr aus. Bereits die erste Trainingseinheit am Freitag fand früher als geplant ein Ende, denn Messgeräte erfassten eine erhöhte Müdigkeit bei den Spielern.

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Wie sieht die Personalsituation aus?

Der Trumpf der Hertha ist daher wohl der große Kader mit 27 Feldspielern. Verletzungsbedingt fehlen Luca Netz und Eduard Löwen. Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt hat die Corona-Infektion schlimmer erwischt als ihren Trainer, beide konnten noch nicht trainieren. Torhüter Rune Jarstein, der einen schweren Verlauf erlitt, kann diese Saison nicht mehr spielen.

Jedoch hatte die Corona-Pause auch einen kleinen Vorteil in Person von Dedryck Boyata. Der belgische Nationalspieler war lange verletzt und dementsprechend nicht von der Quarantäne betroffen, er ist eine Option für die letzten Spiele.

Am Ende kann Hertha mit Selbstbewusstsein in die Spiele gehen, vor allem mit Blick auf die Tabelle. Denn Fakt ist: Gewinnt Hertha alle sechs Spiele,  haben sie den Klassenerhalt sicher. Auch mit "nur" drei Siegen aus den letzten Spielen hält die Hertha die Klasse.

Im Abstiegskampf zählt vor allem der Kopf, das haben viele der vergangenen Jahre bewiesen, umso wichtiger wäre ein guter Start in den Saisonendspurt gegen Mainz. 

Kai Esser

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