• Tennis
  • Darts
  • Alle Sportarten

Anzeige
Anzeige
Weltmeister sieht seine Zukunft in München

Mario Götze will beim FC Bayern bleiben - Was steckt hinter der Aussage?

  • Aktualisiert: 23.05.2016
  • 20:29 Uhr
  • ran.de / Marcus Giebel
Article Image Media
© 2015 Getty Images
Anzeige

Mario Götze hat sich endlich klar zu seiner Zukunft geäußert - und damit alle Experten überrascht. Der Edelreservist will beim FC Bayern München bleiben. ran.de analysiert seine Aussage und seine Situation in München.

München - Am Tag nach der Double-Feier des FC Bayern bestimmte allein Mario Götze die Schlagzeilen rund um den Rekordmeister. Erst wird bekannt, dass sich der Edelreservist von seiner Berateragentur getrennt hat, dann bekennt er sich überraschend zu seinem Arbeitgeber.

"Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten", zitiert die "Bild" den 23-Jährigen, der sich aktuell mit einem Rippenbruch herumplagt. Sein Vertrag bei den Bayern endet kommenden Sommer.

Anzeige

Wechsel-Optionen Dortmund und Liverpool

Zuletzt war nur noch darüber spekuliert worden, ob Götze eine Rückkehr zum BVB und den ob seines Wechsels vor drei Jahren noch immer bitterbösen Fans wagt oder ins Ausland flüchtet. Sein Ex-Trainer Jürgen Klopp und der FC Liverpool sollen großes Interesse zeigen. Allerdings sind die "Reds" nächste Saison im Europapokal nur Zuschauer.

Fraglich bleibt, wie der FC Bayern mit Götzes vermeintlicher Kehrtwende umgehen wird. Denn die Münchner könnten für den 37 Millionen Euro teuren WM-Helden nur noch in diesem Sommer eine Ablöse kassieren. Eine Verlängerung um ein Jahr zur finanziellen Absicherung dürfte aktuell nicht Götzes Geschmack treffen, da der Groß-Verdiener sicher deutliche Gehaltseinbußen abnicken müsste.

Götze könnte EM als Bühne nutzen

Warum also sollte ein Verbleib des zweifellos hochtalentierten, aber für viele Experten beim FC Bayern gescheiterten Dribbelkünstlers Sinn machen? Mal ganz davon abgesehen, dass seine Aussagen auch reine Taktik sein können und er sich für die kommenden Wochen Ruhe erkaufen will. Immerhin bliebe Götze die EM als Bühne, um für andere Top-Klubs vorzuspielen.

Eine Win-Win-Situation für Spieler und Klub gäbe es letztlich nur, wenn Götze nach drei Jahren unter Pep Guardiola endlich die Handbremse lösen könnte und unter dem neuen Bayern-Trainer die Spielfreude versprüht, dank der er in Dortmund binnen kürzester Zeit zu einem der begehrtesten Spieler auf dem Planeten avancierte.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube. Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

"Gesicht des FC Bayern werden"

Dann nämlich würde Götze sein Ziel aus dem Januar verwirklichen, als er im Trainingslager vorgab: "Ich möchte natürlich auch ein Gesicht des FC Bayern werden und Verantwortung übernehmen."

Bislang bringt es Götze auf 114 Pflichtspiel-Einsätze beim FC Bayern. 84 Mal stand er in der Startelf - also in gut der Hälfte der 161 Partien, die die Münchner in den vergangenen drei Spielzeiten bestritten. Auch wenn der gebürtige Memminger 30 Spiele wegen Verletzungen verpasste, kann das nicht sein Anspruch gewesen sein, als er 2013 seine fußballerische Heimat Dortmund verließ, um beim Weltklub seinen Weg zum Weltstar zu forcieren.

Gewaltige Konkurrenz in der Bayern-Offensive

Die Chancen auf regelmäßige Einsätze dürften auch künftig eher bescheiden ausfallen. Ancelotti soll Götze ja bereits mitgeteilt haben, dass sich seine Zeiten auf dem Rasen auch nach dem Trainer-Wechsel in Grenzen halten könnten.

Denn die Konkurrenz in der Offensive ist gewaltig! Sollte auch der Italiener Götze als Stürmer einplanen, müsste sich der WM-Final-Torschütze wohl hinter Robert Lewandowski, Thomas Müller sowie möglicherweise einem neuen Angreifer anstellen.

Anzeige
Anzeige

Ancelotti hat die Qual der Wahl

In der Mittelfeldreihe hinter der Spitze tummeln sich neben Müller auch Douglas Costa, Franck Ribery, Kingsley Coman und Arjen Robben, der auf sein x-tes Comeback brennt. Und auch Renato Sanches würde sicher nicht abwinken, sollte Ancelotti ihn zentral im offensiven Mittelfeld aufbieten wollen.

Selbst Joachim Löw hatte sich zuletzt klar positioniert und Götze eine Luftveränderung nahegelegt. "Manchmal kann ein Wechsel weitere Kräfte freisetzen, ein neues Umfeld, neue Herausforderungen, neue Reize", antwortete der Bundestrainer in der "Süddeutschen Zeitung" auf die Frage nach einem möglichen Transfer.

Bundestrainer Löw erinnert an Kroos

Als positives Beispiel nannte Löw Toni Kroos, der nach dem WM-Triumph 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid gewechselt war. Der Ballverteiler wird - wie bislang auch Götze - von Volker Struth beraten. Der erfolgreiche Spieler-Agent hatte die Bayern-Bosse bereits mehrmals öffentlich kritisiert, wenn ihm der Umgang mit seinen Klienten missfiel. Siehe einst Kroos. Siehe zuletzt Götze.

Letzterer zog nun vielleicht auch deshalb die Notbremse, um das anscheinend zumindest angeschnittene Tischtuch zwischen seinem Stab und dem FC Bayern wieder zu flicken. Denn entgegen Löws Ratschlag scheint Götze einen Neuanfang an der bisherigen Wirkungsstätte anzustreben.

Götze-Freundin in München gut aufgehoben

Das soll auch seiner Freundin Ann-Kathrin Brömmel ganz gelegen kommen. Die 26-Jährige will ihre Model-Karriere vorantreiben - und da bietet sich München als Standort durchaus eher an als Dortmund oder Liverpool. Auch Mats Hummels soll bei seiner Rückkehr zum FC Bayern der Empfehlung seiner besseren Hälfte gefolgt sein.

Eine kleine Rolle bei Götzes Zukunftsplänen könnte auch die Saison-Umfrage des "kicker" gespielt haben. Dabei wählten ihn fast ein Drittel der teilnehmenden Bundesligaspieler zum "Absteiger der Saison". Ein Titel, mit dem sich ein Welt- und fünfmaliger Deutscher Meister sicher nicht verabschieden möchte.

Marcus Giebel

Du willst die wichtigsten Fußball-News direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich HIER für unseren WhatsApp-Service ein.


© 2024 Seven.One Entertainment Group