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"Nicht zufrieden" vs. "wahnsinnig glücklich"

  • Aktualisiert: 21.10.2013
  • 11:49 Uhr
  • SID
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© Getty
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Nach dem glücklichen Sieg bei Bundesliga-Schlusslicht Eintracht Braunschweig schrillen bei Schalke-Manager Horst Heldt mal wieder die Alarmglocken - der 43-Jährige will "intern besprechen", was gegen den FC Chelsea besser werden muss. Trainer Jens Keller zeigt sich nach dem Last-Minute-Sieg überaus glücklich und lobt die Moral seiner Mannschaft.

Braunschweig - Die Freude über den Duselsieg währte nicht lange - schon gar nicht beim Schalker Manager. Mit griesgrämigem Gesicht stand Horst Heldt nach dem äußerst glücklichen 3:2 (1: 1)-Sieg beim Schlusslicht Eintracht Braunschweig in den Stadionkatakomben und knöpfte sich seine Stars vor. "Wenn wir gegen Chelsea bestehen wollen, brauchen wir dringend eine individuelle Leistungssteigerung. Es waren kaum spielerische Akzente zu erkennen. Mit dem einen oder anderen bin ich überhaupt nicht zufrieden", schimpfte der Sportvorstand mit Blick auf den Champions-League-Kracher am Dienstag (ab 20:15 Uhr im Liveticker) gegen den FC Chelsea.

Auf wen er es bei seiner Verbalattacke abgesehen hatte, wollte er nicht verraten und grummelte nur einsilbig: "Das wird intern besprochen." Er wolle jetzt nicht alles in Schutt und Asche legen.

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Heldt mächtig angefressen

Chelsea, warnte Heldt eindringlich, sei ein ganz anderes Kaliber, der "Top-Favorit auf den Titel". Nach der Heimpleite am ersten Champions-League-Spieltag gegen Basel stünden die Londoner beim Gastspiel in Gelsenkirchen schon gehörig unter Druck. "Da müssen wir insgesamt schon deutlich besser auftreten als in Braunschweig", forderte Heldt.

Tatsächlich war der Auftritt seines Teams bei den Niedersachsen eines Achtelfinal-Aspiranten der Königsklasse unwürdig. Wenig Spielfluss, kaum Ideen, minimale Torgefahr: Die Gelsenkirchener boten beim krassen Außenseiter über weite Strecken sportliche Magerkost. Weil Braunschweig geschickt verteidigte, kamen die Gäste nur selten zur Entfaltung. Das Siegtor in der Nachspielzeit durch Roman Neustädter (90.+1) war überaus glücklich - doch Trainer Jens Keller war's egal.

"Da kann ich die Moral meiner Mannschaft nur hervorheben"

"Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir diesen glücklichen und dreckigen Sieg eingefahren haben. Wir lagen zweimal zurück, da kann ich die Moral meiner Mannschaft nur hervorheben", sagte Keller trocken. Mit seiner kurzen Analyse der Partie hatte der Übungsleiter allerdings auch schon fast alle guten Nachrichten des Nachmittags zusammengefasst. Denn durch die Verletzung von Marco Höger, der mit einem dicken Knie noch am Abend zur Kernspintomographie ins Krankenhaus gebracht wurde, droht ein weiterer Ausfall. "In der jetzigen Situation können wir keinen einzigen weiteren verletzten Spieler verkraften", sagte Keller. Das Knie sei instabil, berichtete Heldt.

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Zumindest bei den Stammkräften Kevin-Prince Boateng und Timo Hildebrand zeichnet sich eine baldige Genesung ab. Keller gab sich zuversichtlich, dass die beiden im Showdown gegen die Londoner wieder dabei sind. "Bei Timo sieht es sehr gut aus, bei Kevin auch gut", sagte Keller. Keeper Hildebrand (Hexenschuss) und Superstar Boateng (Knieprobleme) hatten wie drei weitere Leistungsträger (Klaas-Jan Huntelaar, Jefferson Farfan und Jermaine Jones) in der Partie beim Aufsteiger gefehlt. Hildebrand soll am Sonntag, Boateng am Montag wieder ins Training einsteigen.

Lieberknecht sieht Eintracht auf positivem Weg

Trotz der enttäuschenden Vorstellung machte Schalke durch den dritten Pflichtspielsieg in Serie in der Tabelle weiteren Boden gut. Nach dem katastrophalen Saisonstart schnuppern die Königsblauen inzwischen wieder Höhenluft und haben die internationalen Ränge im Visier.

Ganz anders die Eintracht: Nach dem Hoffnungsschimmer von Wolfsburg (2:0) musste die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht den nächsten unglücklichen Dämpfer verkraften und verharrt tief im Tabellenkeller. "Wenn du ein Spiel auf diese Weise verlierst, ist das ein Schlag. Aber kein Rückschlag", sagte Lieberknecht.

Zweimal lagen die Löwen durch Treffer von Orhan Ademi (20.) und Karim Bellarabi (59.) vorne, doch die beiden Schalker Youngster Max Meyer (29.) und Leon Goretzka (65.) glichen postwendend aus. "Ob nun 0:4 oder 2:3 - beides ist nicht zu ertragen. Trotzdem sind wir auf einem positiven Weg. Wir werden uns von dieser Niederlage erholen und gegen Mainz wieder angreifen", versprach Lieberknecht, dessen Team weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg vor eigenem Publikum seit 28 Jahren wartet.


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