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Thiago: "Ich muss Pep für alles danken"

  • Aktualisiert: 10.12.2013
  • 12:56 Uhr
  • SID
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© Getty
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Mittelfeld-Star Thiago wird für den FC Bayern München von Woche zu Woche wichtiger. Der Spanier bereut seinen Wechsel nicht: "Bayern war die beste Entscheidung meines Lebens".

München - Mit der deutschen Sprache hapert es noch, doch auf dem Platz hat sich Thiago bei Bayern München trotz eines unglücklichen Starts bestens eingelebt. Längst ist klar, warum Pep Guardiola den 22 Jahre alten Spanier unbedingt verpflichten wollte. "Thiago oder nix", hatte der Trainer des Triple-Gewinners im Sommer erklärt. Die erste Verwunderung darüber ist inzwischen in Bewunderung für den kleinen Mittelfeldspieler umgeschlagen.

Sogar der "Kaiser" adelte Thiago unlängst. "Er ist ein wunderbarer Spieler. Schön, dass man ihn wieder sieht. Er ist eine Augenweide", sagte Franz Beckenbauer bei Sky90. Auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß lobte den Nationalspieler, in der vergangenen Saison beim FC Barcelona meist Ersatz, vor dem Champions-League-Gruppenspiel gegen Manchester City am Dienstagabend in höchsten Tönen: "Thiago ist ein sensationeller Kicker und nach vorne einmalig."

Dabei hatte das Kapitel FC Bayern für Thiago Alcántara do Nascimento, so sein vollständiger Name, nicht besonders gut begonnen. Im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 24. August hatte er einen Syndesmoseriss erlitten. Doch als er am 23. November im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund (3:0) in der 64. Minute aufs Feld zurückkehrte, war von der dreimonatigen Pause nichts zu spüren. Thiago war sofort Dreh- und Angelpunkt des Münchner Spiels - und zudem genialer Vorbereiter des 2:0. 

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Immer einen Schritt voraus

Passsicherheit und Zweikampfstärke, dazu eine hohe Spielintelligenz zeichnen den 1,72 Meter kleinen Bayern-Profi aus, bei dem man immer das Gefühl hat, dass er seinen Gegnern gedanklich mindestens einen Schritt voraus ist. Er sei "eine gute Persönlichkeit, ein guter Typ - also sehr wichtig für uns", sagte Sportvorstand Matthias Sammer über den 25-Millionen-Euro-Einkauf, der sowohl vor der Abwehr als auch im offensiven Bereich einsetzbar ist. "Mir ist die Position egal, ich würde auch als Torhüter spielen", sagt Thiago selbst.

Egal wo - Guardiola ist überzeugt, dass sein Wunschspieler, der bei der U21-EM im Sommer zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde und Spanien als Kapitän zum Titel führte, noch viel mehr Potenzial hat. Durch die Verletzung habe Thiago noch Rückstand, meinte der Coach in der vergangenen Woche: "Er braucht Training. Dann wird er noch besser."

Er sei körperlich "fast bei 100 Prozent", sagte Thiago am Montag, in München fühlt er sich dagegen schon zu 100 Prozent wohl: "Es ist super, das ist eine große Familie. Ich genieße die Art, wie wir Fußball spielen. Das macht Spaß."

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Dank an Guardiola

Deshalb ist Thiago froh, den Schritt vom FC Barcelona nach München gewagt zu haben. "Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich wollte mich geschätzt fühlen. Der FC Bayern genießt einen außergewöhnlichen Ruf", sagte er. Zudem habe Barça "nichts getan, um mich zu halten". In München habe er sich "gut eingelebt, das ist eine tolle Mannschaft".

Den entscheidenden Anteil an seiner bisherigen Karriere schreibt er Guardiola zu. "Ich muss Pep für alles danken, was ich erreicht habe", betonte Thiago, der denselben Nachnamen trägt wie der große Pelé (do Nascimento).

Das außergewöhnliche Talent hat er von seinem Vater Mazinho gegeben bekommen - der war 1994 mit Brasilien Weltmeister. Der Herr Papa hat darüber hinaus bei mehreren Vereinen in Europa gespielt, während einer Station in Italien wurde der Sohn geboren. Im Alter von 14 Jahren kam Thiago nach La Masia, in die Fußball-Schule des FC Barcelona - sein Förderer dort: Guardiola.


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