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Champions League

Eintracht Frankfurt: Präfektur Neapel verbietet Ticket-Verkauf an SGE-Fans - Eintracht verzichtet auf Kontingent

  • Aktualisiert: 13.03.2023
  • 08:27 Uhr
  • ran.de
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© IMAGO/
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Das Hin- und Her um die Fans von Eintracht Frankfurt vor dem Champions-League-Spiel bei der SSC Neapel (ab 21 Uhr im Liveticker) geht weiter. Die Präfektur Neapel sperrt die SGE-Anhänger wieder aus, die Eintracht verzichtet in der Folge auf ihr Ticketkontingent.

Wie erwartet hat am Sonntag die Präfektur Neapel die Fans von Eintracht Frankfurt erneut für das Achtelfinalrückspiel in der Champions League bei der SSC Neapel am Mittwoch (ab 21 Uhr im Liveticker) ausgesperrt.

Damit reagierten die Behörden auf die Entscheidung eines neapolitanischen Verwaltungsgericht, das am Samstag die Sperre gegen die Eintracht-Fans aufgehoben hatte.

Allerdings gilt die aktuelle Sperre durch die neapolitanischen Behörden nicht für alle Eintracht-Fans, sondern nur noch für Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Frankfurt. Zuvor war noch ein Verkaufsverbot für Menschen mit Wohnsitz in ganz Deutschland erlassen worden.

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SGE verzichtet auf Auswärtskontingent

Die Eintracht hat sich in diesem Zuge dazu entschieden, auf ihr Ticketkontingent für Auswärtsfans zu verzichten. "Wir werden auf das Auswärtskontingent vollständig verzichten, sollte sich an der Verfügungslage nicht wider Erwarten noch kurzfristig etwas ändern", sagte Vorstandsmitglied Philipp Reschke in einer Mitteilung.

Und weiter: "Es gäbe womöglich unzählige Wege, diesen Erlass faktisch zu umgehen und Teile unserer Fans in Stadion zu bringen. Aber erstens werden wir uns nicht in Postleitzahlengebiete aufspalten lassen. Und zweitens möchten wir niemanden vor Ort der offensichtlichen Gefahr behördlicher Willkür aussetzen, wie wir sie jetzt seit dem Hinspiel in beispielloser Form mit allen Verantwortlichen in Neapel erleben."

Frankfurt werde dennoch Rechtsmittel gegen die Verfügung einlegen. "In Anbetracht der Zeit geht es jetzt vor allem ums Prinzip und um die Zukunft", so Reschke. Der neue Erlass sei "in Inhalt und Begründung nicht minder rechtswidrig und zudem auch völlig untauglich, weil zwei Drittel unserer Fans bekanntermaßen aus der Rhein-Main-Region und nicht aus Frankfurt kommen."

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Der Eintracht stehen eigentlich 2700 Karten zu

Noch am Samstag hatte sich Reschke zur überraschenden Aufhebung der Sperre durch das Verwaltungsgericht wie folgt geäußert: "Das ist natürlich eine große und auch für unsere italienischen Anwälte unerwartete Genugtuung, ein Meilenstein. Aber zum einen müssen wir alles wieder reorganisieren, was wir und viele andere in den vergangenen Tagen stornieren mussten, von den Ticketbestellungen bis zur Reise- und Transportorganisation und vielem mehr."

Justiziar Reschke war klar, dass die italienischen Behörden erneut in die Berufung gehen würden: "Zum zweiten steht alles unter dem Vorbehalt, wie ein Einspruch der Präfektur Neapel ausgeht oder ob gar ein neuer, modifizierter Erlass ergeht. Das Spielchen geht also weiter."

Eigentlich stehen der Eintracht nach UEFA-Reglement 2.700 Karten als offizielles Gästekontingent zu.

In der vergangenen Woche hatte aber das italienische Innenministerium erlassen, dass die SSC Neapel keine Tickets an Gästefans verkaufen darf und damit den Rechtsstreit ausgelöst. Hintergrund für das Verbot dürfte wohl das Hinspiel in Frankfurt (0:2) gewesen sein, als es zu tätlichen Angriffen auf Anhänger der Italiener kam und im Zuge dessen neun Personen in Gewahrsam genommen wurden.


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