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"Schon ganz andere Dinge passiert"

FC Bayern beschwört das Wunder von München gegen Manchester City

  • Aktualisiert: 18.04.2023
  • 19:49 Uhr
  • SID
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Der FC Bayern München steht in der Champions League vor einer Mammutaufgabe. Nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel bei Manchester City beschwört der Klub ein Wunder und gibt sich kämpferisch.

Thomas Tuchel lachte, als er vor der Münchner "Mission Impossible" zum vermeintlichen Heilsbringer hochstilisiert wurde. "Ein Wunder? Ich?", sagte der Bayern-Trainer angesichts der fast hoffnungslosen Situation vor der unmöglich erscheinenden Aufholjagd gegen Manchester City, "wir werden sehen. Ich werde mein Bestes geben." Dass es reichen wird, konnte und wollte der 49-Jährige allerdings nicht versprechen.

Schließlich spricht vor dem Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker auf ran.de) scheinbar alles gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister - allen Beschwörungen von Oliver Kahn zum Trotz. Die schwere Hinspiel-Hypothek, die an Wundern arme Historie der Königsklasse, der bärenstarke Gegner mit "Tormonster" Erling Haaland und Rückkehrer Pep Guardiola - und erst recht die eigene Krise.

"Wir müssen alles reinhauen, um das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen", forderte Vorstandschef Kahn unverdrossen - wohl wissend, dass ein Scheitern auch auf die ohnehin angeschlagenen Bosse zurückfiele. Tuchel bekräftigte kämpferisch: "Es ist erst vorbei, wenn wir nach dem Rückspiel unter der Dusche stehen." Doch obwohl er den FC Bayern nicht "im Niedergang" sieht, wie ein Reporter ketzerisch unkte - viele Argumente hat er nicht.

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  • 18.04.2023
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Bayern reif für eine magische Nacht?

Da mag City-Teammanager Guardiola noch so vehement vor dem "top, top, top Team" der Münchner warnen. Aus seinen drei Jahren dort (2013-16) wisse er: "Wenn du auch nur ein bisschen passiv bist, wirst du leiden." Doch sind die Tuchel-Bayern wirklich reif für eine magische Nacht?

Die Zweifel sind riesig, erst recht nach dem bitteren 0:3 auf der Insel und der verpatzten Generalprobe gegen Hoffenheim (1:1). Der erschreckend schwache Auftritt habe "nicht dazu beigetragen, dass alle 100 Prozent daran glauben", gab Tuchel zu. Deutlich wahrscheinlicher als ein sensationeller Halbfinal-Einzug ist das dritte vorzeitige Aus in Serie - das gab es zuletzt 2009.

Aber aufgeben? Gibt's nicht! "Wir wissen, dass im Fußball schon ganz andere Dinge passiert sind", sagte Kapitän Thomas Müller, der das Abschlusstraining mit einem Lächeln aufnahm. Der FC Bayern hat in seiner über 60-jährigen Europacup-Historie zwar noch nie einen Rückstand von drei oder mehr Toren wettgemacht - vier anderen Klubs ist es in der Champions League aber gelungen.

Kahn glaubt, das Rezept zu kennen. "Dazu braucht es die totale Überzeugung und den Glauben daran", meinte er und ergänzte vermeintlich optimistisch: "Mit der Unterstützung der Fans in der Arena ist alles machbar. Das habe ich selbst oft genug erlebt." Ein Wunder herbeizureden werde jedoch nicht gelingen, betonte Tuchel: "Nur von einem 4:0 oder 5:1 zu sprechen - ich weiß nicht, ob das angebracht ist."

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Bayern muss im Rückspiel drei Tore wettmachen
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Champions-League-Wunder: Vier Vorbilder für die Bayern

Bayern München muss im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City am Mittwoch einen Rückstand von drei Toren wettmachen.

  • 18.04.2023
  • 14:51 Uhr

Hoffnung in der Offensive

Ein paar wenige Mutmacher gibt es: Sturmspitze Eric Maxim Choupo-Moting ist wieder fit und könnte die Offensivprobleme beheben. In den jüngsten vier Pflichtspielen glückten nur drei Tore, allesamt erzielt von Abwehrspielern. City verlor unter Guardiola (seit 2016) dreimal mit drei oder mehr Toren Differenz, zuletzt 2018 gegen Liverpool - mit Torschütze Sadio Mane.

Der Senegalese, nach seiner Suspendierung wegen des handfesten Kabinenstreits mit Leroy Sane zurück im Kader, traf sieben Mal gegen die "Himmelblauen" und ist ein Wunderspezialist: 2019 kam er mit den Reds gegen Barcelona nach einem 0:3 im Hinspiel noch weiter.

Wie das geht? Das Ziel sei zunächst, "die erste Halbzeit zu gewinnen und den Glauben zu finden", sagte Tuchel, der die letzte Einheit dick eingemummelt mit Mütze und Schaltuch leitete: "Aber glauben bedeutet nicht, zu träumen. Wir haben Zeit und brauchen uns nicht gehetzt fühlen."

City kommt mit dem Selbstvertrauen von zehn Siegen in Serie, Torgarant Haaland traf in den vergangenen sechs Spielen unglaubliche 14-mal. Kapitän Ilkay Gündogan aber sieht bei den Bayern "vor allem zu Hause die Qualität, gegen jeden Gegner mehrere Tore zu erzielen" und mahnte: "Es gab etliche Comebacks, mit denen absolut niemand gerechnet hatte." 


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