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Ex-DFB-Schiri ratlos

Real Madrid gegen FC Bayern München - Ex-Schiri Babak Rafati fordert Konsequenzen nach "krasssen Fehlern"

  • Aktualisiert: 10.05.2024
  • 15:47 Uhr
  • Max Bruns
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Nach dem Champions-League-Halbfinale zwischen Real Madrid und dem FC Bayern München gab es nur ein Thema: Das Schiedsrichtergespann um Szymon Marciniak, das eine vermeintliche Abseitsstellung zu früh abpfiff. Für Babak Rafati eine Katastrophe, wie er ran verriet.

Von Max Bruns

Die Szene wird vielen Fußball-Fans wohl noch ein paar Jahre in Erinnerung bleiben. Thomas Müller, wie man ihn selten sieht. Thomas Tuchel und die gesamte Bank des FC Bayern in Rage.

Unzählige Fans und Zuschauer rat- und fassungslos. Als der FC Bayern München beim Stand von 1:2 gegen Real Madrid im Champions-League-Halbfinal-Rückspiel den vermeintlichen Ausgleich durch Matthijs de Ligt erzielt, war jedoch schon abgepfiffen.

Schiedsrichter Szymon Marciniak entschied auf Abseits, nachdem sein Assistent Tomasz Listikiewicz an der Linie die Fahne gehoben hatte.

Der Treffer zählte nicht und die Bayern flogen raus. Entsprechend erhitzt waren die Gemüter der Münchner Verantwortlichen und Spieler.

Der große Kritik-Punkt: Warum wurde in einer solch knappen Situation nicht laufengelassen, um später mithilfe des Video Assistent Referees zu entscheiden?

Diese Frage stellte sich auch Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati, der die umstrittene Entscheidung des polnischen Schiedsrichtergespanns bei ran einordnete.

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Rafati: "Nicht zu entschuldigen"

"Fehler sind menschlich und passieren jedem", sagte Rafati. Das wisse er aus eigener Erfahrung selbst am besten. Aber dieser Fehler versetzte den einstigen Bundesliga-Referee in Ratlosigkeit.

"Dieser Fehler ist eine Katastrophe und so weder zu erklären noch zu entschuldigen", monierte Rafati. Was ihn am meisten störte? Genau der Punkt, an dem sich alle Beteiligten am Mittwochabend aufrieben.

"Seit Jahren wird von oben gepredigt, dass bei solchen Entscheidungen die Fahne unten bleibt und nach der Situation Abseits gepfiffen werden kann", sagte der 53-Jährige. "Teilweise wird ja noch etliche Sekunden weitergespielt."

Und das sei auch gut so, meint Rafati. "So hat der VAR die Chance, das Ganze zu checken." Wie bereits erwähnt, kam es jedoch anders und Marciniak pfiff mitten in den torgefährlichen Angriff des FCB hinein ab.

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Rafati: "Eher kein Abseits"

"Warum dann in einer solch super knappen Entscheidung die Fahne heben?", fragte sich Rafati, für den es im Übrigen tendenziell kein Abseits gewesen sei.

"Das ist für mich der erste von zwei krassen Fehlern, dass der Linienrichter die Fahne hebt." Der zweite "kapitale Fehler" gehe dann auf Feldschiedsrichter Marciniak zurück.

"Selbst wenn der Assistent pennt und die Fahne hebt, muss er da weiterlaufen lassen, aus heutiger Sicht ist es nicht nachvollziehbar", kritisierte Rafati.

Zu erklären sei das Fahne-Heben aus seiner Sicht kaum. "Vielleicht war es ein mentaler Blackout oder ein kognitives Problem", vermutete Rafati. Es sei schließlich tief in der Nachspielzeit gewesen, da "können Konzentrationsschwierigkeiten aufkommen".

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Rafati versteht Bayern-Frust

Doch eine Entschuldigung sei das keineswegs. "Es ist unerklärlich und dass in Marciniak dann auch noch der zweite Mann denselben Fehler begeht, null nachvollziehbar."

Daher könne der Ex-DFB-Schiedsrichter den großen Frust der Bayern verstehen.

"Dass man mal eine Situation anders sieht oder bewertet - gerade im Angesicht des enormen Drucks und der Atmosphäre im Stadion - ist menschlich. Aber dass man sich so über eine Regel hinwegsetzt, die nun seit Jahren vor jeder Saison ausdrücklich gepredigt wird, das kann überhaupt nicht sein", monierte Rafati deutlich.

Auch Rafati hat in seiner Karriere als Unparteiischer viel Kritik abbekommen - teilweise auch unter der Gürtellinie. "Ich kenne das, nach so einem Vorfall hast du keine ruhige Nacht", erklärte Rafati.

Rafati fordert Konsequenzen

Doch Marciniak und sein Team haben "einen kapitalen Fehler begangen, der Konsequenzen nach sich ziehen muss."

Rafati geht davon aus, dass der polnische Referee bei der EM - zu der er bereits nominiert wurde - kein Spiel mit deutscher Beteiligung pfeifen wird.

In Urs Meier äußerte ein anderer Ex-Schiedsrichter gegenüber ran den Verdacht, Marciniak hätte seinem Assistenten angewiesen, die Fahne eher früher zu heben als später.

Rafati glaubt das nicht. "Sich dermaßen über die Regularien hinwegzusetzen, wäre grob fahrlässig."

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