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Fußball

Afrika-Cup: "Falscher" Lumumba als Superfan

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© AFP/SID/SEBASTIEN BOZON

Die Demokratische Republik Kongo ist am Dienstag im Achtelfinale des Afrika-Cups ausgeschieden – doch ein Fan der "Leoparden" wird den Anhängern und Millionen TV-Zuschauern in Erinnerung bleiben: Michel Kuka Mboladinga. Der farbenfroh gekleidete Kongolese wurde zum Symbol des Turniers, weil er während der Spiele seiner Mannschaft als menschliche Statue an den Unabhängigkeitsführer Patrice Lumumba erinnerte.

Kuka stand dabei über 90 oder 120 Minuten regungslos mit erhobenem rechten Arm und geöffneter Handfläche auf der Tribüne und blickte in den Himmel. Seine Pose erinnerte an eine Statue von Lumumba in der Hauptstadt Kinshasa. Der erste Premierminister des unabhängigen Kongo (heute DR) und einer der Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung war 1961 ermordet worden. Er wird bis heute als Symbolfigur verehrt.

Sein "Erbe" wurde beim Turnier in Marokko von einer Delegation von mehreren hundert kongolesischen Fans begleitet. "Er sendet eine starke Botschaft, lokal und international. Die offene Hand ist ein Zeichen des Friedens - und wir brauchen Frieden in unserem Land", sagte Jered Bitobo, Kommunikationschef der Fangruppe, der Nachrichtenagentur AFP.

Der Osten des Landes ist seit Jahrzehnten umkämpft, zuletzt hatte sich der tödliche Konflikt zugespitzt. Die Miliz Mouvement du 23-Mars (Bewegung des 23. März) kämpft dort seit November 2021 gegen die kongolesische Armee, sie wird von den Nachbarn Ruanda und Uganda unterstützt.

"Superfan" Kuka trat erstmals vor einigen Jahren bei Spielen des Klubs AS Vita in Erscheinung. Mit seiner Unterstützung zog die DR Kongo in Marokko ins Achtelfinale ein, wo gegen Mitfavorit Algerien (0:1 n.V.) Endstation war.

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