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Brych glaubt nicht an "abschließende Meinung" bei Handregel

  • Aktualisiert: 22.01.2019
  • 15:05 Uhr
  • SID
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© FIROFIROSID
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Felix Brych hat wenig Hoffnung auf eine klare Linie bei der Bewertung von Handspielen im Fußball. "Es wird da keine abschließende Meinung geben."

Köln - FIFA-Schiedsrichter Felix Brych hat wenig Hoffnung auf eine klare Linie bei der Bewertung von Handspielen im Fußball. "Es wird da keine abschließende Meinung geben", sagte der 43-Jährige dem Fußballmagazin "11Freunde" (Ausgabe 207): "Wir reagieren dabei sogar auf den Zeitgeist. In meiner Karriere ist bestimmt fünfmal die Auslegung verändert worden, was Handspiel ist."

Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) werden sich voraussichtlich im März erneut mit der Auslegung der Handregel beschäftigten, die auch in der Bundesliga immer wieder für Unverständnis sorgt. Brych macht dafür auch den Einfluss des Fernsehens verantwortlich. "Dazu haben die Superzeitlupen im Fernsehen beigetragen, übrigens auch beim Foulspiel", sagte er: "Weil uns auf diese Weise immer mehr Kontakte im Strafraum herausgefiltert und unter die Nase gerieben wurden, gibt es mehr Elfmeter als vor zehn oder 20 Jahren."

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Brych: "... ergibt einen gewaltigen Druck"

Positiv bewertet der Münchner die Einführung des Videobeweises, der "in Zukunft das Maß der Dinge" sein werde, auch, wenn "viele Fans ihn nicht so mögen". Angesprochen auf den Druck für Schiedsrichter äußerte Brych: "Wir gehen jede Woche das extreme Risiko ein, unter den Augen von Zehntausenden im Stadion und Millionen am Fernseher in aller Öffentlichkeit zu scheitern. Das ist einerseits unglaublich faszinierend, aber daraus ergibt sich auch ein gewaltiger Druck."

Für ihn persönlich sei das aber kein Problem. "Ich brauche diesen Druck, je größer er ist, umso besser", sagte Brych: "Je aufgeladener die Stimmung, umso konzentrierter bin ich." Die Rolle der Unparteiischen werde derweil immer die gleiche bleiben. "Letztlich sind wir sowieso nur interessant, wenn wir was falsch machen", sagte Brych: "Nach guten Spielen sind wir Luft, nach schlechten ist die Kabine voll."

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