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Wechsel zu Topklub steht bevor

Darwin Nunez: Der nächste Diamant aus der Benfica-Schmiede

  • Aktualisiert: 13.06.2022
  • 18:10 Uhr
  • ran.de/Luca Ostermeier
Article Image Media
© IMAGO/GlobalImagens
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Darwin Nunez wechselt für bis zu 100 Millionen Euro zum FC Liverpool, die Erwartungen sind enorm. Sein ehemaliger Trainer prophezeit ihm, zum besten Spieler der Welt zu werden. In Nunez' Heimatland Uruguay sieht man ihn als Nachfolger einer Generation von Weltklassestürmern.

München - In den letzten Wochen verging kaum ein Tag, an dem es kein neues Transfergerücht zu Darwin Nunez gab. Halb Europa streckte die Fühler nach dem 22-Jährigen aus - der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp haben nun den Zuschlag bekommen.

Nunez' Klub Benfica bestätigte am Montag, dass der Stürmer zu den Reds wechselt. Eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro wird aus Liverpool nach Lissabon überwiesen, mit weiteren Bonuszahlungen könnte Benfica offenbar bis zu 100 Millionen Euro einstreichen.

Stimmen die Zahlen, wäre Nunez der zweitteuerste Verkauf des portugiesischen Traditionsvereins.

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Darwin Nunez wird zum zweitteuersten Verkauf Benficas

Nunez reiht sich damit in eine Liste mit Joao Felix, Bruno Fernandes, Angel di Maria oder auch Jan Oblak ein. Alle durchliefen die Schmiede der Portugiesen und bekamen dort den letzten Schliff. 2020 spielte Nunez noch im spanischen Unterhaus bei UD Almeira. Dann machte ihn Benfica zum Rekordeinkauf. 16 Tore in 32 Spielen reichten als Argument, obwohl der 22-Jährige bis dahin noch nie höher gespielt hatte als Spaniens 2. Liga.

Doch in Portugal zeigte er gleich in der ersten Saison, dass sich das Vertrauen in ihn gelohnt hatte. In seinen ersten vier Ligaspielen bereitete er fünf Treffer vor, in der Europa League platzte gegen Lech Posen auch als Torschütze der Knoten. Nach seinem Dreierpack stellte sein damaliger Trainer Jorge Jesus gleich klar, welcher Weg für Nunez bereit steht: "Er war Benficas teuerster Einkauf, und wenn die Pandemie vorbei ist, wird er der teuerste Verkauf sein."

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Dafür reicht es nun offenbar nicht ganz. Den Rekord hält weiter Joao Felix mit einer Ablösesumme von 126 Millionen Euro, Liverpool macht Nunez zum zweitteuersten Verkauf Benficas. Vielleicht auch, weil die Reds Nunez' Torgefährlichkeit vergangene Saison in der Champions League am eigenen Leib zu spüren bekamen. In beiden Viertelfinalpartien traf der Uruguayer. Es waren die Treffer fünf und sechs im europäischem Wettbewerb. In der heimischen Liga kamen nochmal 26 in 28 Partien hinzu.

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Darwin Nunez: "Manchmal wollte ich einfach aufhören"

Der Weg dorthin war allerdings keineswegs leicht. Mit 17 Jahren riss bei Nunez in seiner Heimat bei Penarol Montevideo das Kreuzband. Weil er nach der langen Leidenszeit unbedingt spielen wollte, verheimlichte er den Ärzten, dass er immer noch Schmerzen hatte. Bei seinem Comeback machte die Patellasehne im gleichen Knie Probleme und er musste erneut operiert werden.

In eineinhalb Jahren absolvierte Nunez nur dieses eine Spiel.

Gegenüber der uruguayischen "Futbol" gab er später zu: "Manchmal wollte ich aufhören mit Fußball". Doch in ihm steckte der Wille, seinen eigenen Traum und den seines Bruders zu erfüllen. Wie Darwin spielte auch der schon für Penarol und war dort bereits bei den Amateuren. Aber er opferte seine Karriere, um zur Familie zurückzukehren und seinem jüngeren und als talentierter geltenden Bruder die Chance auf ein Leben als Profifußballer zu ermöglichen.

Als später Almeira bei ihm anklopfte und ihn 2019 nach Europa lotste, wechselte Nunez laut eigener Aussage aber nicht, um den großen Sprung zu machen, sondern um seinen Eltern ein Haus zu kaufen und ein besseres Leben zu ermöglichen.

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Benfica Lissabon als Sprungbrett

In Spanien ging es gehaltstechnisch nach oben, vor allem aber fußballerisch. Benficas Scouts hatten den Stürmer früh auf dem Zettel und bewiesen wie so oft einen guten Riecher. Benfica lebt von diesen Spielern, die sie verpflichten, bevor echte Topstars aus ihnen werden. Der Klub formt seine Stars lieber selbst.

"Es ist eine Art Pipeline, in der wir talentierte Spieler haben. Einige, die von der Akademie kommen und andere, die wir in einem früheren Stadium kaufen", sagte der Benfica-Vorsitzende Domingos Soares über die Transfer- und Scoutingpolitik des Vereins. Mit Nunez haben die Portugiesen erneut einen Volltreffer gelandet.

Darwin Nunez ist die neue Hoffnung Uruguays

Der 22-Jährige reiht sich aber nicht nur in die Liste talentierter Benfica-Spieler ein, sondern führt auch eine jahrelange Tradition seines Landes fort. Diego Forlan, Luis Suarez, Edinson Cavani - dank Nunez muss sich Urugay keine Sorgen um den Stürmernachwuchs machen. Seit jeher kommen aus dem südamerikanischen Land hochtalentierte Offensivspieler, die in Europa ihr Geld verdienen.

2010 erreichte dieses Trio bei der Weltmeisterschaft Platz vier - dieses Jahr werden Suarez und Cavani beide 35 Jahre alt sein und Nunez könnte den Staffelstab übernehmen. Cavani hatte laut Medienberichten seinem Noch-Arbeitgeber Manchester United auch dazu geraten, den 22-Jährigen zu verpflichten.

Spielerisch kommt der Youngster seinem Idol sehr nahe. 1,87 Meter groß, die Statur eines Mittelstürmers. Aber Nunez ist noch mehr. Bei Benfica spielte er ganz vorne, als hängende Spitze oder auch auf dem Flügel. 18 Treffer erzielte er als klassischer Stoßstürmer, sechs als "falsche Neun" und zehn als Außenstürmer. Gerade in der Champions League zeigte sich Benfica öfter als Kontermannschaft und bot Nunez damit das optimale System.

Wird Nunez in Liverpool zum Topstar?

Almerias Fitnesscoach Javier Agenjo sagte über seinen ehemaligen Zögling: "Er hat den Schritt zu Benfica gemacht, einem größeren Team, spielt in Europa. Aber seine Zahlen stimmen noch immer. Er hat gezeigt, dass er ein Kämpfer ist. Er hat es allen gezeigt und er wird zu einem der größten Klubs der Welt wechseln. Er ist bereit, den nächsten Schritt zu gehen."

Diesen Schritt hat Nunez nun getan. Mit seiner Spielweise passt er zu Klopps Hochgeschwindigkeitsfußball, er dürfte sich in der Premier League schnell zurechtfinden. "Dieser Junge wird der Beste der Welt sein und traurigerweise werde ich ihn bald verlieren", sagte Jorge Jesus, als er noch Trainer bei Benfica war.

Ob Darwin Nunez unter Jürgen Klopp tatsächlich zu einem der besten Spieler der Welt reifen kann, wird sich schon bald zeigen.

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