Fußball
Diskriminierung: Südkoreas Fußballerinnen drohen mit Boykott
Wegen "diskriminierender Bedingungen" seitens des Verbandes hat Südkoreas Fußball-Nationalteam der Frauen vor der anstehenden Asienmeisterschaft mit einem Boykott gedroht. Das geht aus Dokumenten aus dem vergangenen Jahr hervor, die erst am Dienstag veröffentlicht wurden.
Demnach kritisierten die Spielerinnen in einem Schreiben vom 26. September 2025 an die Korea Football Association (KFA) schlechte Bedingungen bei Länderspielen und Trainingslagern. In dem Statement heißt es, die Fußballerinnen müssten "klare und unbestreitbare Unterschiede" zu den Männerteams erdulden.
Im Vergleich problematisch seien etwa lange Busfahrten und Flüge in der Economy-Class, zudem müsse das Frauenteam in "unangemessenen" Unterkünften übernachten, die weit von den Trainingsplätzen entfernt liegen. Außerdem seien sie gezwungen, Kosten wie Flughafentransfers und Trainingsausrüstung selbst zu tragen.
"Über viele Jahre haben Nationalspielerinnen stillschweigend schlechte und unvernünftige Bedingungen ausgehalten, allein getragen von ihrem Stolz als 'nationale Vertreterinnen'", heißt es in dem Schreiben. Die KFA sollte bis zum 17. Oktober 2025 reagieren, andernfalls werde man "die Teilnahme an allen Trainings im Zusammenhang mit dem Asien Cup 2026 aussetzen".
Ein Sprecher des Verbandes sagte der Nachrichtenagentur AFP, man prüfe "schrittweise Verbesserungen" und diskutiere intern über Lösungen. Die Asienmeisterschaft findet vom 1. bis 21. März in Australien statt. Südkorea trifft in der Vorrunde auf die Gastgeberinnen, Iran und die Philippinen.