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U21 live auf ProSieben MAXX und ran.de

Henning Matriciani exklusiv: "Hatte eigentlich damit abgeschlossen, Profi zu werden"

  • Aktualisiert: 09.06.2023
  • 10:38 Uhr
  • ran.de/Martin Volkmar
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© imago
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Henning Matriciani steht erstmals im Aufgebot der U21, die sich mit den Testspielen gegen Japan (ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream) und gegen Rumänien (28. März, ab 17:30 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream) auf die EM im Sommer einstimmt. Im exklusiven ran-Interview spricht der Schalker über seinen Weg vom Physiotherapeuten zum Fußballprofi und den neuen Stil der "Knappen".

Von Martin Volkmar

Henning Matriciani arbeitet mit Schalke 04 gerade am zwischendurch schon nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt in der Bundesliga. Dabei stieg der Defensiv-Allrounder wegen seines unermüdlichen Einsatzes binnen weniger Wochen zum Fanliebling auf.

Nun will er auch U21-Nationalspieler werden. Trainer Antonio Di Salvo berief den 23-Jährigen erstmals und könnte ihm in den Testspielen gegen Japan (ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream) und gegen Rumänien (28. März, ab 17:30 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream) zum Debüt verhelfen.

Im exklusiven ran-Interview spricht der Schalker Shootingstar seinen verrückten Weg vom Physiotherapeuten zum U21-Nationalspieler und über ein Telefonat, bei dem er erst stutzig wurde.

Außerdem erklärt der gebürtige Lippstädter, dass er bereits mit dem Profifußball abgeschlossen hatte und warum er so gut zu den "Königsblauen" passt. Den Grund für den Lauf der Schalker sieht er auch im Support von den Rängen.

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Matriciani : Vom Physiotherapeuten zum U21-Nationalspieler

ran: Hätten Sie vor drei Jahren als Spieler des Regionalligisten SV Lippstadt gedacht, dass Sie heute bei der U21-Nationalmannschaft dabei sein werden?

Henning Matriciani: Ganz ehrlich: nein. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal als Profi in der Bundesliga spielen werde. Und ich habe auch nie damit gerechnet, so häufig bei den Profis zum Einsatz zu kommen. Das freut mich natürlich sehr. Im Fußball ist eben tatsächlich alles möglich.

ran: Was haben Sie zum damaligen Zeitpunkt gemacht?

Matriciani: Ich habe die Ausbildung fertig gemacht und dann ein paar Monate als Physiotherapeut gearbeitet. Nach der Arbeit ging es dann zum Training. Das war schon eine andere Welt als heute.

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ran: Dann kam der Anruf von Gerald Asamoah. Wie überrascht waren Sie?

Matriciani: Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet und dachte zunächst, irgendjemand wollte mich auf den Arm nehmen. Aber mir wurde dann relativ schnell klar, dass das ernst ist. Und ich wusste dann auch sehr schnell, dass ich diese Chance bei Schalke nutzen muss. Sonst hätte ich mich immer geärgert.

ran: Hatten Sie noch damit gerechnet?

Matriciani: Ich hatte eigentlich damit abgeschlossen, Profi zu werden. Ich war zwar bei Arminia Bielefeld im Nachwuchsleistungszentrum gewesen, bin aber mit 16 wieder zurück zu meinem Heimatverein nach Lippstadt und habe mit der Ausbildung angefangen. Daher habe ich mich natürlich gefreut, so spät doch noch eine Chance zu bekommen. Und ich würde sagen, die habe ich genutzt. Ich bin ein Beispiel dafür, dass auch Späteinsteiger ihren Weg im Profi-Fußball machen können.

ran: Was waren damals Ihre Pläne?

Matriciani: Ich hatte mich darauf eingestellt, nur noch nebenbei Fußball zu spielen und damit ein bisschen Geld zusätzlich zu verdienen. Dass es dann ganz anders gekommen ist, ist natürlich ein sehr schönes Erlebnis. Im Moment läuft es bei Schalke richtig gut und ich hoffe, dass ich diesen Spirit auch bei der U21 einbringen kann.

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ran: Was bedeutet es Ihnen, jetzt den Adler auf der Brust zu tragen?

Matriciani: Für mich geht ein Traum in Erfüllung, wobei es mich natürlich noch mehr freuen würde, wenn nun auch Einsätze dazukommen. Natürlich wäre ich gerne bei der EM dabei und werde alles dafür geben. Mal schauen, was dabei herauskommt.

ran: Wie wichtig werden die beiden letzten Testspiele vor der EM-Endrunde gegen Japan und Rumänien?

Matriciani: Natürlich wichtig, Jeder kann sich nochmal zeigen und es gibt uns ein gutes Gefühl, wenn wir im Idealfall mit zwei Siegen aus den beiden Spielen rausgehen. Deshalb hoffe ich auch, dass ich mein Debüt feiern darf.

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ran: Ihr Trainer Thomas Reis hat gesagt, Sie hätten sich diese erstmalige Nominierung durch Ihre Leistungen bei Schalke mehr als verdient. Auch sonst gab es vor allem nach Ihrer Leistung gegen Dortmund (2:2) viel Lob. Wie sind Sie damit umgegangen?

Matriciani: Ich bin damit relativ locker umgegangen. Natürlich freut und motiviert es einen, die ganzen Bilder und Kommentare der Fans und auch der Mitspieler in den sozialen Medien zu sehen. Spaß gehört dazu, wie etwa bei dem Goat-Tweet auf dem S04-Account, aber man muss das einfach einschätzen können und dann weitermachen.

ran: War das Derby gegen den BVB mit ihren gefeierten Grätschen für Sie ein perfektes Spiel?

Matriciani: Klar. Es zeichnet uns als Mannschaft im Moment aus, dass wir mit aller Macht das Tor verteidigen wollen und alles dafür reinhauen. Entsprechend groß ist auch die Begeisterung der Fans, und das gibt dann wieder Rückenwind. Ich glaube, ich passe mit meinem kämpferischen Spielstil ganz gut zu Schalke.

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Matriciani über die Gründe für Schalkes Erfolg

ran: Wo sehen Sie die Gründe für den Umschwung nach der WM-Pause?

Matriciani: Die Unterstützung der Fans vor dem Restart hat uns auf jeden Fall einen zusätzlichen Push gegeben. Wenn man dann endlich punktet und zu null spielt, ist das Selbstvertrauen wieder da. Und auch die Automatismen in der Defensive passen jetzt deutlich besser. Und dann machst du irgendwann auch deine Tore und gewinnst die Spiele.

ran: Wie gehen Sie die nächsten Wochen nach der Länderspielpause an?

Matriciani:Wir wollen und müssen an die guten Leistungen anschließen, weil wir jeden Punkt brauchen. Dabei helfen uns die Schalke-Fans natürlich enorm, um die letzten Prozente zu mobilisieren. Ich glaube, jede gegnerische Mannschaft zittert wegen dieser Atmosphäre ein bisschen vor dem Spiel in der Arena gegen uns. Wir werden jedenfalls alles tun, um im Rennen um den Klassenerhalt dranzubleiben.


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