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Kannte Niersbach Skandal-Dokument seit Wochen?

  • Aktualisiert: 12.11.2015
  • 12:46 Uhr
  • SID
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Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach soll bereits seit Wochen von dem von Franz Beckenbauer unterschriebenen Skandal-Dokument gewusst haben.

Frankfurt/Main - Der zurückgetretene DFB-Präsident Wolfgang Niersbach soll bereits seit Wochen von dem von Franz Beckenbauer unterschriebenen Skandal-Dokument, das einen versuchten Stimmenkauf unmittelbar vor der Vergabe der WM 2006 nahelegt, gewusst haben. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Laut "SZ" sei der Vertragsentwurf, auf dem für die Gegenseite die Skandal-Schlüsselfigur Jack Warner (Trinidad und Tobago) unterzeichnet hat, vom stellvertretenden DFB-Generalsekretär Stefan Hans in den Archiven gefunden worden. Dieser habe dann Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock informiert - lange bevor Niersbach auf einer Pressekonferenz abstritt, dass es irgendwelche Hinweise auf einen Betrugsversuch gebe. 

In der vertraglichen Vereinbarung vom 2. Juli 2000 (vier Tage vor der WM-Vergabe), die von Beckenbauer auf der deutschen und Warner auf der Seite des Verbands für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik CONCACAF gezeichnet wurde, sind diverse Leistungen, aber keine direkten Geldleistungen von deutscher Seite zugesagt worden.

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"Das muss man so werten"

Es gibt laut DFB allerdings keine Erkenntnis, ob die Vereinbarung vollzogen worden ist. Interimspräsident Reinhard Rauball äußerte aber zum Verdacht des Bestechungsversuches: "Das muss man so werten, dass zumindest über diese Fragen nachgedacht worden ist."

Deutschland gewann die Abstimmung des FIFA-Exekutivkomitees am 6. Juli 2000 mit 12:11 Stimmen gegen Südafrika, der Verband für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF) stimmte nach SID-Informationen geschlossen gegen Deutschland.


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