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Kein Gute-Laune-Lukas: Podolski verliert den Spaß

  • Aktualisiert: 17.11.2014
  • 17:17 Uhr
  • SID
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© getty
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Joachim Löw rückt nach schwacher Leistung gegen Gibraltar von Lukas Podolski ab und zählt ihn an. Seine missliche Lage bei Arsenal raubt Podolski den Nerv und wirkt sich auf die DFB-Elf aus.

Nürnberg – Letzte Ausfahrt Vigo? Der Trip nach Galicien könnte für Lukas Podolski zur letzten Dienstreise mit Weltmeister Deutschland werden, der am Dienstag gegen Europameister Spanien einen versöhnlichen Jahresabschluss anstrebt.

"Wir und er natürlich auch müssen überlegen, was das nächste Jahr für ihn bringt", sagte Joachim Löw unverblümt nach dem 4:0 (3:0)-Trauerspiel in Nürnberg gegen Fußball-Zwerg Gibraltar.

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Löw rückt von Podolski ab

Der Bundestrainer war mit der Leistung von Podolski, der in seinem 121. Länderspiel immerhin zwei Treffer vorbereitet hatte, einmal mehr nicht einverstanden.

"Lukas braucht viele Wettkämpfe, dann kann er seine Qualität zeigen. Seit einem halben Jahr ist dies aber nicht der Fall. Das merkt man natürlich", sagte Löw angesichts der verzwickten Lage von Podolski bei seinem Klub FC Arsenal.

Gute Laune verloren

In London hat der beste Nachwuchsspieler der WM 2006 unter Teammanager Arsene Wenger mittlerweile nicht nur seine Form, sondern auch seine zumeist ansteckend gute Laune verloren.

"Man nimmt mir bei Arsenal den Spaß am Spiel. Ich bin ein Vollblutfußballer und will spielen. Und dann muss ich jedes Mal in der Premier League die Winterjacke und die lange Hose anziehen, das zehrt an den Nerven", sagte Podolski missmutig nach seinem glanzlosen Auftritt gegen die Freizeitkicker vom Affenfelsen.

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Total unzufrieden

Einen Wechsel noch in der Winterpause scheint trotz seines Vertrages bis 2016 bei den Gunners mehr als wahrscheinlich.

"Ich muss jetzt mit dem Trainer und dem Verein reden. Denn so kann es nicht weitergehen, ich bin total unzufrieden. Und heute habe ich selbst gemerkt, dass mir was fehlt, wenn ich nicht regelmäßig spiele", äußerte sich der frühere Kölner und Münchner klar und deutlich vor dem freien Wochenende mit seiner Familie.

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"Es gibt Angebote"

Podolski, der in der Meisterschaft diese Saison in bislang elf Spielen nur viermal eingewechselt (46 Minuten Spielzeit) wurde und auch in der Champions League gerade mal 27 Minuten auf dem Platz stand, will offenbar so schnell wie möglich einen Schlussstrich unter das Kapitel Arsenal ziehen, das er 2012 begonnen hatte.

Wohin die Reise geht, will er aber nicht verraten. "Es gibt einige Angebote. Ich weiß nur, dass ich nach wie vor das Potenzial habe, in einem guten Klub zu spielen. Und das will ich noch einige Jahre machen", sagte der Offensivspieler, der immerhin 47 Tore für die DFB-Auswahl erzielte.

Schnäppchen Podolski

Angeblich soll Podolski, für dessen Dienste Arsenal insgesamt rund 15 Millionen Euro an den 1. FC Köln überwiesen hat, sogar zu einem Schnäppchenpreis zu haben sein.

Laut "Bild" verlangt Arsenal gerade mal fünf Millionen Euro für den Bankdrücker, der pro Saison an der Themse sieben Millionen Euro Gehalt kassiert.

Wechsel in die Türkei?

"Alles ist möglich", sagte Podolski, der eine Rückkehr in die Bundesliga nicht gänzlich ausschließen wollte. Schalke 04 und der VfL Wolfsburg waren mal im Gespräch.

Wahrscheinlicher ist aber ein Wechsel in die Türkei, wo Galatasaray Istanbul nach wie vor großes Interesse haben soll. Podolski-Berater Nassim Touihri hat in den kommenden Tagen mit Sicherheit eine Menge Arbeit vor sich.


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