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leute Fußball

Narbe als Botschaft: Grohs "noch nicht fertig mit Fußball"

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© IMAGO/SVEN SIMON/SID/Frank Hoermann

Torhüterin Maria Luisa Grohs (24) vom deutschen Double-Gewinner Bayern München will nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Krebs auch als Vorbild dienen. Ihre Narbe am Hals, die von einem Eingriff bei einer Behandlung stammt, störe sie beispielsweise "überhaupt nicht", sagte Grohs dem Bayern-Magazin 51: "Niemand, dem so etwas passiert, braucht sich dafür zu schämen." Sie zeige die Narbe "auch, weil sie eine Botschaft hat: Achtet auf euch! Und: Ihr müsst nichts verbergen, nur weil etwas nicht perfekt ist."

Im Oktober 2024 war bei Grohs eine Tumorerkrankung entdeckt worden. Im folgenden Dezember wurde die Torhüterin erfolgreich am Hals operiert, ehe sie im März 2025 ihr Pflichtspiel-Comeback für die Münchnerinnen gab.

Über ein mögliches Karriereende habe sie "nie ernsthaft" nachgedacht, mit ihrer Mutter nur einmal darüber gesprochen. "Es tat gut, sich bewusst zu machen: Es ist meine Entscheidung – und in meinem Kopf war immer: Ich bin noch nicht fertig mit Fußball", sagte Grohs, die Zeit für die Verarbeitung der schwierigen Wochen benötigt hatte. "Heute kann ich sagen, dass mich die ganze Erfahrung – von der Diagnose bis zur Verarbeitung – stärker gemacht hat."

Angst, dass der Krebs zurückkommen könnte, habe sie keine, Respekt aber schon. "Ich gehe schon mit einer 
gewissen Anspannung in die Nachsorgetermine", sagte Grohs, wenn aber alles in Ordnung sei, gewinne sie mehr Sicherheit: "Ich glaube, dieser Respekt ist einfach Teil des Ganzen. Und ich weiß auch: Sollte der Krebs tatsächlich zurückkommen, würde ich damit umgehen können."

Sportlich muss Grohs, die im Oktober 2024 auch für die Nationalmannschaft nominiert worden war, aber aufgrund einer Mandel-Operation absagte, ihrer Münchner Teamkollegin Ena Mahmutovic derzeit den Vorrang lassen. Es sei "ein enger Konkurrenzkampf", betonte Grohs: Sie wolle alles dafür tun, "um wieder zu spielen", gleichzeitig wisse sie durch ihre Krebserfahrung: "Mein Glück im Leben hängt nicht davon ab, ob ich im Tor stehe oder nicht. Das wäre ungesund."

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