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Phantomtor: Richter für die Torlinientechnik

  • Aktualisiert: 28.10.2013
  • 14:39 Uhr
  • SID
Article Image Media
© SID-AFPJOHN MACDOUGALL
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Hans Lorenz hat sich für die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball ausgesprochen. Er hat am Montag entschieden, dass es kein Wiederholungsspiel nach dem Phantomtor gibt.

Frankfurt/Main - Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, hat sich am Rande der Verhandlung über das Phantomtor von Stefan Kießling für die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball ausgesprochen.

"Solche Fälle wären so leicht vermeidbar, wenn man sich durchringen könnte, die Torlinientechnik einzusetzen. Aber dazu wird es kommen. Ich bin dafür", sagte Lorenz und meinte: "Der Fußball ist in vielen Dingen sehr gut, aber nicht in allen. Andere artverwandte Sportarten sind weiter."

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Hockey als Vorbild

Der Berufsrichter aus Mainz nannte als Beispiel für eine funktionierende Torlinientechnik den Hockeysport. "Sie haben das Problem gelöst", sagte Lorenz. Der 62-Jährige hatte aber auch eine Begründung parat, warum sich der Weltverband mit Neuerungen zurückhält. "Die FIFA denkt auch an die Länder, die sich mit der Einführung der Torlinientechnik aus finanziellen Gründen schwerer tun. Die Länder, die sich das leisten können, sind in der Minderheit."

Das Sportgericht unter Vorsitz von Lorenz hat am Montag den Einspruch von 1899 Hoffenheim gegen die Wertung der Partie gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober (1:2) abgewiesen. Die Kraichgauer hatten Protest eingelegt, weil der von Schiedsrichter Felix Brych anerkannte Treffer des Leverkuseners Kießling (70.) eigentlich keiner war. Der Kopfball des Angreifers war seitlich durch ein Loch im Netz ins Tor gegangen.

Lorenz betonte nach seinem Urteilsspruch, dass bei einem solchen Fall "alle schlecht aussehen. Der Schiedsrichter, die Hoffenheimer, die Leverkusener, Stefan Kießling und die Sportgerichtsbarkeit."


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