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Werder Bremen: Tim Wiese distanziert sich von Kontakten zur rechtsextremen Szene

  • Aktualisiert: 08.03.2023
  • 19:31 Uhr
  • ran.de
Article Image Media
© IMAGO/Nordphoto
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Tim Wiese war zuletzt wegen Kontakt zu Personen, die der rechtsextremen Szene angehören oder ihr nahe stehen, bei Werder Bremen in Verruf geraten. Nun distanziert sich der ehemalige Bundesliga-Torhüter von ihnen.

Tim Wiese stand wegen seiner Kontakte zu Personen aus der rechtsextremen Szene, oder solche die dieser nahe stehen, zuletzt im Abseits. Der ehemalige Torhüter von Werder Bremen wurde vom Verein zur unerwünschten Person erklärt und nicht mehr zu Spielen der Traditionsmannschaft eingeladen.

In einem Interview mit der "Bild" äußerte sich der 41-Jährige nun zu den Vorwürfen und distanzierte sich klar von rechtsextremen Anschauungen. Wiese räumte aber auch Fehler ein, die er gemacht habe.

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Tim Wiese: "Ich bin grundsätzlich gegen Rechtsextremismus"

"Ich befürworte die konsequente Haltung des Vereins gegen Rechtsextremismus. Auch ich bin grundsätzlich gegen Rechtsextremismus und auch gegen jegliche sonstige Form von politischem Extremismus", sagte Wiese im Interview. Er wolle sich zudem am liebsten gemeinsam mit Werder Bremen in sozialen Projekten gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit engagieren: "Wenn so etwas vorgeschlagen wird, würde ich das auf jeden Fall machen." 

Bereits vor einigen Jahren tauchten Bilder von Wiese und der rechtsextremen Szene nahestehenden Personen in sozialen Medien auf. Im Oktober vergangenen Jahres geriet die Debatte erneut ins Rollen, als Fans ein Banner im Spiel gegen Borussia Mönchgengladbach ausrollten, auf dem sie Wiese vorhielten, "mit Nazis abzuhängen".

Auf den damaligen Bildern war Wiese vor einem Festzelt mit Personen aus dem rechtsextremen Milieu abgelichtet worden. Wiese selbst spricht von einer zufälligen Begegnung: "Ich kannte die Person und deren Begleiter nicht, habe sie weder zuvor noch danach je getroffen. Wir standen zusammen, führten ein kurzes Gespräch über Werder und das war es auch schon. Von dieser Szene wurde von irgendjemandem ein Foto gemacht und anonym über die sozialen Medien mit dem Vermerk, 'Tim Wiese schlendert genüsslich mit einem Nazi über den Bremer Freimarkt' verbreitet."

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Tim Wiese: "Bin ein Typ, der polarisiert"

Wiese erklärte im Interview: "Ich bin ein Typ, der polarisiert, so bin ich halt. So war ich schon als Fußballprofi und so bin ich auch privat. Ich habe keine Berührungsängste zu anderen Menschen. Jeder kann zu mir kommen, sich zu mir setzen, mit mir quatschen, Autogramme oder Selfies haben. Dabei hinterfrage ich nicht, welche politische Gesinnung er hat."

Allerdings zeigte er sich auch einsichtig. "Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit mehr darauf hätte achten sollen, mit wem ich mich umgebe und vor allem hätte ich mich von bestimmten Leuten inhaltlich deutlicher abgrenzen müssen", betonte der 41-Jährige.

"Gerade als Teil der Traditionsmannschaft" seien ihm "die Werte des Vereins wichtig". Eine Rückkehr auf den Platz für seine alte Liebe scheint Wieses großes Ziel zu sein: "Werder und Wiese - das war immer eine Erfolgsstory und ich bin davon überzeugt, dass es auch wieder eine Erfolgsstory werden wird. Dafür verdanken beide einander zu viel und der Kontakt und das Verhältnis der beteiligten Personen untereinander ist zu gut."

Werder Bremen sieht Hoffnung auf Versöhnung

Laut Werders Sportchef Frank Baumann stellte Wiese nach dem Interview ein Werder-Comeback in Aussicht.

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Auf Anfrage der "DeichStube" bei Werder Bremen sagte Baumann: "Wir haben das Interview von Tim Wiese positiv zur Kenntnis genommen. Er hat sich dort erneut klar gegen Rechts positioniert. Wir nehmen ihm auch ab, dass er selbst keine rechte Gesinnung hat. Es ist nun an ihm, diesen Worten jetzt auch Taten folgen zu lassen. Wenn er das macht, würde für uns auch einer Rückkehr in die Traditionself bei den nächsten Spielen im Sommer nichts im Wege stehen."


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