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Fußball

Oberdorf nach geglücktem Comeback "unfreiwillig" im Mittelpunkt

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© IMAGO/SID/Max Mester

Am Ende ihres langersehnten Comeback-Spiels stand Lena Oberdorf mehr im Mittelpunkt, als ihr eigentlich recht war. Als erste Spielerin des FC Bayern durfte sie am Samstagnachmittag in Karlsruhe den Supercup-Pokal in die Höhe stemmen, eine Aufgabe, die eigentlich Kapitänin Jovana Damnjanovic zugestanden hätte. "Ich habe es in dem Moment erfahren", sagte Oberdorf, die beim 4:2 (2:0)-Sieg über den VfL Wolfsburg nach 410 Tagen Verletzungspause ihr erstes Pflichtspiel für den FC Bayern absolvierte, "ich muss ehrlich sagen, dass ich gar kein Typ für den Mittelpunkt bin."

Deswegen habe sie sich dann auch "ganz schnell wieder nach hinten gestellt", berichtete die 23-Jährige. Im Juli des vergangenen Jahres hatte sich die deutsche Nationalspielerin bei der Olympia-Generalprobe eine schwere Kreuz- und Innenbandverletzung zugezogen, ihre Einwechslung in der 62. Minute gegen ihren ehemaligen Klub Wolfsburg bedeutete ein Jahr nach ihrem Wechsel nach München das Ende einer langen Leidenszeit.

In die Kategorie "Vorsichtiges Herantasten" fiel die Rückkehr jedoch nicht: Kurz nach ihrer Einwechslung verursachte Oberdorf einen Foulelfmeter für Wolfsburg, holte später aber auch noch einen Strafstoß für das eigene Team heraus.

"Ich war sehr nervös, als ich auf der Bank war", erzählte Oberdorf, die einen bewegten Tag durchlebte. "Auch davor war ich emotional, ich habe mit Linda im Bus darüber gesprochen, dass ich Tränen in den Augen hatte." Die erwähnte Teamkollegin Linda Dallmann war nach der Partie voll des Lobes über "Obi": "Wir sind froh, dass wir sie haben. Es ist eine unglaubliche Qualität, die wir dazubekommen."

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