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DHB mit vier EM-Debütanten: "Talente werden wir immer haben"
2016 saßen sie vor den Bildschirmen und fieberten mit der Handball-Nationalmannschaft zum EM-Titel – zehn Jahre später stehen Deutschlands Youngsters selbst auf der großen Bühne und wollen ihre Spuren hinterlassen.
"Ich habe damals sehr mitgefiebert", sagte Matthes Langhoff, einer von vier Turnier-Debütanten beim DHB: "Das war eine tolle Erinnerung. Dass man immer mehr gespannt und begeistert davon war, wie die Mannschaft das gelöst hat - vor allem mit der Emotionalität." Der Gummersbacher Tom Kiesler schloss sich an, doch: "Größer ist natürlich die Vorfreude, selber daran teilnehmen zu dürfen."
Neben den beiden Abwehrspezialisten stehen mit Miro Schluroff und Mathis Häseler (beide VfL Gummersbach) zwei weitere Debütanten im DHB-Aufgebot. Co-Trainer Erik Wudtke sieht den Schlüssel in der guten Nachwuchsarbeit. "Die Vereine arbeiten da immer mehr mit dem Bewusstsein, auf junge deutsche Spieler zu setzen", sagte der 53-Jährige: "Und wir als Nationalmannschaft dürfen davon stellvertretend für alle Teams in Handball-Deutschland profitieren."
Gegenüber anderen Nationen sei man im Hinblick auf den Nachwuchs im Vorteil, sagte Wudtke: "Talente werden wir in Deutschland immer haben, wenn wir so weiterarbeiten, wie wir es jetzt in den letzten Jahren im Nachwuchsbereich in Deutschland gemacht haben."
Früchte hat dies zuletzt beim Gewinn der U21-WM 2023 sowie den WM-Titeln der U17 und der U19 im vergangenen Jahr getragen. Für Langhoff, einen von sechs U21-Weltmeistern im EM-Kader, sei die Erfahrung "eine gewisse Hilfestellung. Nichtsdestotrotz ist Handball im Männerbereich noch einen Zacken schärfer."
Der Rückraumlinke und Rechtsaußen Häseler debütierten im Mai im A-Team, Abwehrspezialist Kiesler zog erst im Oktober nach. Der im Rückraum flexibel einsetzbare Schluroff lief im März zum ersten Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf.