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HSV Hamburg nach Insolvenzantrag ungeschlagen in EM-Pause

  • Aktualisiert: 27.12.2015
  • 17:21 Uhr
  • SID
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Der finanziell schwer angeschlagene Handball-Bundesligist HSV Hamburg ist sportlich weiter auf dem Vormarsch.

Hamburg (SID) - Der finanziell schwer angeschlagene Handball-Bundesligist HSV Hamburg ist sportlich weiter auf dem Vormarsch. Am letzten Spieltag vor der EM-Pause gewannen die Hanseaten gegen Frisch Auf Göppingen 36:24 (18:10). Es war ihr dritter Sieg im dritten Spiel, nachdem der Klub den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hamburg gestellt hatte. Mit 29:11 Punkten ist der HSV erster Verfolger des Spitzentrios Rhein-Neckar Löwen, SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel.

Wie es für den Champions-League-Sieger von 2013 im neuen Jahr weitergeht, ist jedoch weiter fraglich. Trainer Michael Biegler wird Hamburg am Saisonende verlassen. "Ich habe dem Verein frühzeitig mitgeteilt, dass ich meine Option ziehe und die Zusammenarbeit nach nur einem Jahr beende. In meinen Augen erscheint mir im nächsten Sommer ein erneuter Neustart notwendig", sagte Biegler bei welt.de.

Schon im Januar könnten nach Ex-Nationalspieler Adrian Pfahl, der gegen seinen zukünftigen Verein sein Abschiedsspiel gab, weitere Spieler Hamburg verlassen. "Nach der Partie gegen Göppingen hat die Mannschaft Zeit, sich neu zu formieren. Ich weiß nicht, wer noch andere Angebote annimmt", sagte Biegler, der bei der EM (15. bis 31. Januar) Polen betreut: "Es stehen zu viele Fragen im Raum, und niemand weiß, was in der spielfreien Zeit passiert."

Ebenfalls Siege zum Jahresabschluss feierten die Füchse Berlin (30:24 gegen ThSV Eisenach), der VfL Gummersbach (25:24 gegen TVB Stuttgart) und MT Melsungen (31:23 gegen DHfK Leipzig).

Bereits am Samstag hatten sich Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen und der Verfolger Flensburg ihre Erfolge hart erkämpft. Die Löwen zeigten sich gegen den SC Magdeburg (27:25) vom vorweihnachtlichen Rückschlag erholt. Am 23. Dezember hatten sie gegen Rekordmeister Kiel die zweite Saisonniederlage kassiert und Nationalspieler Patrick Groetzki mit einem Wadenbeinbruch für Monate verloren.

Pokalsieger Flensburg kletterte mit einem Kraftakt beim TBV Lemgo (32:30) zumindest vorerst auf Platz zwei, Kiel kann den Rivalen jedoch mit einem Sieg am Sonntagabend (18.15 Uhr) beim Bergischen HC wieder verdrängen.


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