Wintersport Paralympics
Beucher moniert "Alibi-Rolle" für Sportler bei Eröffnungsfeier
DBS-Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher hat deutliche Kritik an der Eröffnungsfeier der Paralympics im Amphitheater von Verona geübt. "Eröffnungs- und Schlussfeiern sind immer ein wunderbares, internationales Zusammentreffen von Sportlerinnen und Sportlern anlässlich eines großen Wettkampfes", sagte der 79-Jährige dem SID: "Sie dienen dem Zusammenkommen von Sportlern aus aller Welt, und hier geraten die Sportler in eine Alibi-Rolle."
Im Amphitheater sind offiziell aus Platzgründen nur zwei Athleten pro Nation zugelassen, aus den Clustern werden zudem aufgezeichnete Videos eingespielt. "Da fehlt ein Teil dessen, was sonst die Spiele ausmacht", sagte Beucher, der ebenso wie Leichtathlet Markus Rehm am Freitagnachmittag die Paralympische Fackel durch Verona tragen darf. Da müssten sich die Organisatoren hinterfragen, "warum man so eine Arena auswählt", die nicht genügend Kapazitäten biete.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen könne er das Fernbleiben des deutschen Teams verstehen. "Das ist ja kein Boykott, sondern lediglich die Nicht-Teilnahme an einer Eröffnungsfeier, die von den Organisatoren um alle Kriterien einer normalen Eröffnungsfeier gebracht worden ist", sagte der langjährige Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Dieses Fernbleiben sei "gemessen an unserer bisherigen Solidarität zur Ukraine ein konsequenter und richtiger Schritt".