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Biathlon: Starke Fichtner verpasst Podest knapp
Toptalent Marlene Fichtner hat erneut für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt. Die 22-Jährige verpasste beim Biathlon-Weltcup in Kontiolahti, dem ersten ohne Franziska Preuß, das Podest nur knapp und belegte im Massenstart einen starken vierten Platz. Fichtner hatte schon am Donnerstag im Einzel als Fünfte ihr bestes Karriereergebnis geholt und überzeugt. Die Männer-Staffel erlebte dagegen auf Rang sechs eine Enttäuschung.
"Es war einfach nur traumhaft zu laufen. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und mutig an die Sache ranzugehen. Ich bin sehr stolz, dass es so gut geklappt hat", sagte Fichtner im ZDF freudestrahlend.
Der Sieg im Rennen über 12,5 km ging an die dreifache Olympiasiegerin Julia Simon. Die Französin triumphierte mit einem Schießfehler knapp vor den beiden Schwedinnen Elvira Öberg (2/+5,6 Sekunden) und Anna Magnusson (1/8,9).
Fichtner hatte sich bei der ersten Schießeinlage auch einen Fehler geleistet, arbeitete sich aber von Rang 26 noch weit nach vorne und verteidigte mit einem beherzten Zielsprint ihre Topplatzierung. Zu Rang drei fehlten nur sechs Sekunden. Vanessa Voigt (2/+30,6), Selina Grotian (3/+43,3) und Janina Hettich-Walz (3/+45,2) belegten die Ränge 12, 15 und 17.
Bei den Männern lief es über die 4x7,5 km nicht nach Wunsch. Vor allem Staffel-Debütant Leonhard Pfund zeigte im Liegendanschlag Nerven. Der 22-Jährige leistete sich zwei Strafrunden. Das DSV-Quartett mit Pfund, Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und Philipp Horn (2+11) hatte 1:43,0 Minuten Rückstand auf Norwegen (0+7), das vor Olympiasieger Frankreich (0+6/+19,1 Sekunden) und Schweden (1+10/48,1) siegte. "Das ist extrem ärgerlich, schade. Ich war aufgeregt, ein Schießen kann alles kaputt machen", sagte Pfund.
Der Weltcup in Kontiolahti wird am Sonntag mit der Staffel der Frauen (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) und dem Männer-Massenstart (16.55) abgeschlossen.