- Anzeige -
- Anzeige -
Wintersport

Drama um Buckwitz: Nolte gewinnt EM-Silber, Kalicki Bronze

Article Image Media
© IMAGO/teamSprint-media/SID/Marcel Hilger

Olympiasiegerin Laura Nolte hat einen Tag nach dem Gewinn von EM-Bronze im Monobob die Silbermedaille im Zweier gewonnen - aber damit zum zweiten Mal in der laufenden Weltcup-Saison im größeren Schlitten den Sieg verpasst. Die Pilotin vom BSC Winterberg landete bei dem im Race-in-Race-Modus ausgetragenen Weltcuprennen in St. Moritz nur zwei Hundertstelsekunden hinter der neuen Doppel-Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz auf Rang drei.

Nur drei Hundertstelsekunden fehlten der bei den vergangenen drei Europameisterschaften siegreichen Nolte zudem auf Tagessiegerin Kaillie Humphries aus den USA. Da Humphries aus der EM-Wertung fällt, schaffte auch Kim Kalicki (+0,23 Sekunden auf Humphries) mit Anschieberin Talea Prepens als Vierte den Sprung auf das EM-Podest und gewann Bronze.

Mit drei EM-Medaillen, aber sieglos und in der Weltcupwertung mit nur einem Podestplatz verlassen die deutschen Frauen damit St. Moritz. Die Bilanz sei rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo "ein Warnschuss", sagte Bundestrainer René Spies: "Wir müssen konzentriert bleiben, sonst könnten uns die anderen überholen."

Lisa Buckwitz (+0,44) ging im Zweier wie schon am Vortag auf dramatische Weise leer aus. Wie im Mono lag sie nach dem ersten Durchgang auf Goldkurs, doch Fehler im zweiten Lauf verhinderten ihren ersten EM-Titel im Zweier als Pilotin. Die 31-Jährige, die 2022 als Anschieberin von Kalicki Europameisterin geworden war, rutschte mit Anschieberin Kira Lipperheide noch hinter Kalicki und Prepens auf Platz fünf ab.

"Mein Visier war nach dem Horse-Shoe (Kurve im oberen Bahnteil, d.Red.) offen", berichtete Buckwitz: "Deswegen habe ich bei 140 km/h nicht mehr viel gesehen. Sehr ärgerlich."

Nolte, die anstelle ihrer Stammanschieberin Deborah Levi am Sonntag auf Leonie Kluwig setzte, nahm dagegen wie am Vortag den umgekehrten Weg und arbeitete sich im zweiten Durchgang durch eine Fahrt zu Bahnrekord noch auf einen Medaillenrang vor. Den EM-Titel hatte sich im Mono ebenfalls die Schweizerin Hasler gesichert.

- Anzeige -
- Anzeige -