- Anzeige -
- Anzeige -
Wintersport Paralympics

Halgren: Der Paralympics-Rockstar mit der tragischen Geschichte

Article Image Media
© IMAGO/SID/Mauro Ujetto

Patrick Halgren ist ein ziemlich wilder Kerl. Der US-Amerikaner zog schon in einer hautengen Leoparden-Radlerhose durch die Straßen von Cortina d'Ampezzo, nach seiner Silbermedaille im Super-G legte der extrovertierte Skirennfahrer oberkörperfrei ein Gitarrensolo mit seiner Krücke hin. Sich selbst bezeichnet Halgren als den "Rockstar" der Paralympischen Winterspiele.

"Ich werde nachher wer weiß wie viele Frauen und Champagner haben", tönte der 33-Jährige nach seinem zweiten Platz im Super-G und ergänzte: "Er hat das auch gemocht, aber er bekommt es nicht, ich schon. Das ist mir bewusst."

Mit "Er" meint Halgren seinen Zwillingsbruder, die Geschichte der Halgrens ist an Tragik kaum zu überbieten. Im Jahr 2013 verlor Halgren nach einem Motorradunfall beinahe sein Leben. "Ich lag einen Monat lang im Koma. Ich bin vier Mal gestorben", sagte er: "Sie haben mein Herz mit einem Defibrillator wieder zum Schlagen gebracht. Bluttransfusion."

Letztendlich musste "nur" sein linkes Bein amputiert werden. Drei Jahre später war auch Bruder Sven in einen Motorradunfall verwickelt, er überlebte es nicht. "Er hat das wirklich möglich gemacht. Er ist der Skigott und hat mir heute Geschwindigkeit geschenkt", sagte Halgren nach seiner Silbermedaille und schickte seinen Dank in den Himmel: "Das alles ist für ihn."

Dann schaltete der "Einbeiner" wieder in den Rockstar-Modus. "Ich bin reich", sagte Halgren angesichts der üppigen Prämie von 22.500 US-Dollar für seine Medaille und die 200.000 US-Dollar für die Teilnahme. "Magst du Geld? Gibt es Frauen, die Geld mögen?", fragte er: "Denn ich bin Single und reich."

- Anzeige -
- Anzeige -