- Anzeige -
- Anzeige -
Wintersport Paralympics

Kein deutscher Boykott bei Paralympics-Schlussfeier

Article Image Media
© IMAGO/Parasport Sverige/TT/SID/Magnus Lejhall

Die deutsche Mannschaft sieht von einem Boykott bei der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele ab. "In enger Abstimmung mit dem Team haben wir bereits im Vorfeld und zu Beginn der Paralympischen Spiele Zeichen gesetzt. Nun begleiten wir sie dabei, am Sonntag im Curling-Stadion von Cortina gemeinsam einen emotionalen Abschluss dieser Spiele zu erleben", teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) auf SID-Anfrage mit.

Wie viele andere Nationen war Deutschland der Eröffnungszeremonie im Amphitheater von Verona am vergangenen Freitag ferngeblieben. Der DBS hatte die Entscheidung mit "der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen" begründet.

Während der Spiele in Norditalien hatten die Skilangläuferin Linn Kazmaier mit ihrem Guide Florian Baumann ein Zeichen gegen die Wiederzulassung Russlands unter eigener Flagge gesetzt, die von mehreren Teilnehmern scharf kritisiert worden war. Das Duo hatte bei der Siegerehrung, bei der die russische Goldmedaillengewinnerin Anastasija Bagijan geehrt worden war, demonstrativ Abstand gehalten, ihre Mützen aufbehalten und anschließend das obligatorische Sieger-Selfie verweigert.

"Wir stehen an der Seite unserer Athletinnen und Athleten und unterstützen sie in ihrer Haltung – in der Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele ebenso wie während der Spiele selbst", hieß es in der Stellungnahme des DBS.

Anders als bei der Eröffnungsfeier, bei der ohnehin nur zwei Athletinnen und Athleten sowie zwei Offizielle in die antike Arena einlaufen durften, sind im Curling Stadium in Cortina bei der Schlussfeier am Sonntag diesmal alle Teilnehmer aus den Clustern Cortina (Ski alpin, Snowboard, Rollstuhlcurling) und Tesero (Biathlon, Skilanglauf) zugelassen.

- Anzeige -
- Anzeige -