Wintersport
Kronplatz: Dürr bei Brignone-Comeback schon weit zurück
Skirennläuferin Lena Dürr hat die Spitzenplätze beim umjubelten Comeback von Italiens Idol Federica Brignone fast schon aus den Augen verloren. Die 34 Jahre alte Münchnerin liegt beim Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz im Zwischenklassement nach 30 Starterinnen auf Rang 15.
Dürrs Rückstand auf die "Halbzeit"-Führende, Olympiasiegerin Sara Hector aus Schweden, beträgt 2,51 Sekunden. Slalom-Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz (+0,15) ist Zweite vor der Österreicherin Julia Scheib (+0,39). Skikönigin Mikaela Shiffrin (USA/+0,89) folgt auf Platz vier, Brignone (+1,18) ist Siebte. Die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin bestreitet ihr erstes Weltcup-Rennen seit einem schweren Unfall im April 2025, bei dem sie einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss erlitten hatte.
"Es waren sehr große Emotionen für mich, ich bin sehr froh", sagte die 35-Jährige im BR und ergänzte: "Es ist unglaublich, ein schöner Traum!" Dass es so gut laufen würde, habe sie nicht erwartet. Am Start sei sie "sehr nervös" gewesen, unterwegs auf dem sehr drehenden Kurs "habe ich mich schlecht gefühlt", bekannte Brignone.
Dürr tat sich noch schwerer. "Es ist ganz schön kurvig, vom ersten Tor weg", sagte sie: "Ich habe die Ski nicht so gut auf Zug halten können, vor allem die Linksschwünge unten waren schwer zu treffen. Ich hoffe, dass ich es im zweiten Durchgang aktiver fahren kann."
Das war ihr zuletzt in ihrer Zweitdisziplin gut gelungen. Während sie im Slalom eine Formkrise durchläuft, kam sie im "Riesen" in allen sechs Saisonrennen in die Punkte und dreimal in die Top 10.
Emma Aicher hat nach schon 21 Weltcup-Rennen in diesem Winter auf einen Start am Hausberg von Bruneck verzichtet. Am Wochenende in Spindlermühle (Slalom/Super-G) und bei der Olympia-Generalprobe eine Woche später in Crans-Montana (zwei Abfahrten/Super-G) will sie wieder dabei sein.