Paralympics
Mal wieder: Australisches Maskottchen Bruce entführt
Und plötzlich war das Maskottchen weg - mal wieder: Die Entführung des australischen Emus "Bruce" hat bei den Paralympics eine alte Tradition fortgesetzt. Der etwa 1,65 Meter große, einbeinige Vogel aus Messing verschwand am Sonntagabend im Paralympischen Dorf in Cortina, es folgte eine nicht ganz ernst gemeinte Lösegeldforderung.
Bruce sei "in Sicherheit und wird bestens versorgt", hieß es in der Forderung, die das australische Team in einer launigen Mitteilung veröffentlichte. Die Täter hätten erklärt, "die Tradition des Maskottchendiebstahls zu respektieren", der Emu werde bald zurückkehren.
Die Folge war eine großangelegte Suche, an der sich mehrere Nationen beteiligten. "Handschriftenexperten haben die Notiz analysiert und gehen davon aus, dass die Täter zu den 611 Athleten aus 55 Nationen gehören", teilten die Australier mit. Das slowakische Curling-Team habe versichert, bei der Suche "keinen Stein auf dem anderen" zu lassen.
Das "Entführen" von Maskottchen bei den Paralympics ist nicht neu. 2000 in Sydney sollen die Australier den kanadischen Elch "geklaut" haben. Auch Bruce kennt das Problem. "Er hat viel durchgemacht, unter anderem wurde er während der Paralympischen Spiele in Paris 2024 entführt", sagte Ben Troy, Chef de Mission bei den Australiern. Am Ende sei die Geschichte aber immer gut ausgegangen.