Wintersport Paralympics
Nach Depression: Rothfuss will Vorbild sein
Die alpine Skirennfahrerin Andrea Rothfuss will nach ihrer erfolgreichen Rückkehr in den Parasport auch ein Vorbild für andere psychisch erkrankte Menschen sein. "Dass alles gut ausgegangen ist und ich mir den Traum erfüllen konnte, aber auch allen anderen zeigen kann, dass man da rauskommen und zu alter Stärke zurückfinden kann, ist eine sehr schöne Geschichte", sagte die 36-Jährige.
Rothfuss hatte vor den Paralympischen Winterspielen in Norditalien lange ausgesetzt, nachdem sie an einer Depression erkrankt war. Erst im Dezember kehrte die 14-malige Medaillengewinnerin ins Weltcup-Geschehen zurück. Nach geglückter Qualifikation für Cortina d'Ampezzo fuhr Rothfuss im Super-G und im Riesenslalom auf Rang vier, in der Super-Kombination kam sie auf den sechsten Platz.
Man müsse aber bedenken, so Rothfuss, dass es auch viele Geschichten gebe, "wo es anders läuft. Das ist mir selber schon auch bewusst." Sie wisse es "auch zu schätzen, dass es für mich so gut ausgegangen ist, weil das nicht die absolute Normalität ist. Wer weiß unter Umständen, was morgen oder übermorgen ist."
Das sei das "Problem an der ganzen Sache", erklärte die Paralympicssiegerin von Sotschi 2014: "Also so eine Depression, die kann auch mal in unerwarteten Momenten wieder zurückkommen und zuschlagen. Allein das zu wissen, macht mich so unglaublich dankbar, dass ich hier diese Momente erleben darf und da wirklich so zu mir selber auch wieder irgendwo ein Stück weit gefunden habe."