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Panikattacken: Skirennläufer Hintermann tritt zurück

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© AFP/SID/Fabrice COFFRINI

Er hat den Krebs besiegt, sein Leben auf der Piste will Niels Hintermann jetzt aber nicht mehr aufs Spiel setzen. Der Schweizer Skirennläufer hat seine Karriere mit sofortiger Wirkung beendet und unter anderem Panikattacken als Grund dafür angegeben.

"Ich bin nicht mehr bereit, mein Leben zu riskieren, wie ich es tun müsste", sagte der dreimalige Weltcupsieger, der nach überstandener Krebserkrankung erst zu dieser Saison zurückgekehrt war, im Schweizer Fernsehen: "Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen, und damit will ich nicht spielen."

Sein Entschluss sei über Wochen gereift und habe sich zuletzt beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen verfestigt. Dort habe er "eine Panikattacke nach der anderen" gehabt. Sein ganzer Körper habe gezittert, er habe Szenarien im Kopf gehabt, die man am Start nicht haben wolle. Hintermann verzichtete damals auf einen Start im Rennen.

In dieser Verfassung, erläuterte er, sei ein Weitermachen unmöglich. "Wenn man nicht Vollgas gibt, wird's gefährlich." Er wolle aus eigenen Stücken aufhören - und zwar "ohne, dass ich irgendwo in einem Netz zapple".

Um doch noch einmal die Kurve zu bekommen, habe er zu verschiedenen Maßnahmen wie Hypnose gegriffen, erläuterte der 30-Jährige. Das habe für den Alltag gut funktioniert, "aber wenn ich dann an den Start gehe, sagen mein Körper und mein Kopf: Nein".

Hintermann hatte im Oktober 2024 bekanntgegeben, an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein. In seiner Comeback-Saison schaffte er es nicht mehr aufs Podium, überzeugte aber etwa in Kitzbühel als Sechster.

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