Wintersport
Para Biathlon: Drei Siege zum Abschluss des Heim-Weltcups
Die deutschen Para Biathleten haben zum Abschluss des Heim-Weltcups am Notschrei drei weitere Siege gefeiert. In den Sprintrennen am Sonntag setzten sich Anja Wicker, Lennart Volkert und Johanna Recktenwald in ihren jeweiligen Startklassen durch und schürten für die Paralympics große Medaillenhoffnungen. Außerdem wurde Nico Messinger Zweiter. Insgesamt holten die Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) knapp zwei Monate vor dem Start der Winterspiele fünf Siege beim Heim-Weltcup.
Mit Johanna Recktenwald setzte Deutschlands Para Sportlerin des Jahres 2025 den perfekten Schlusspunkt, siegte im abschließenden Sprint über 7,5 Kilometer mit Guide Emily Weiß mit 11,9 Sekunden Vorsprung auf die Chinesin Wang Yue. "Es lief alles sehr gut nach Plan", sagte Recktenwald: "Ich bin sprachlos und kann es gar nicht so richtig glauben. Es ist krass." Auch Paralympics-Siegerin Linn Kazmaier präsentierte sich in ihrem zweiten Saisonrennen als Vierte verbessert, hat aber in der Loipe noch Nachholbedarf. Leonie Walter landete mit vier Strafrunden auf Position sechs.
Ansonsten waren vor allem Volkert und Messinger in der Klasse der Sehbehinderten bei den Männern Erfolgsgaranten. Zum Abschluss siegte der 22 Jahre alte Volkert dank des nach eigener Aussagen "besten Rennen meines Lebens" deutlich vor Messinger, im Auftakt-Einzel war die Reihenfolge noch umgekehrt. Außerdem reichte es in der Sprint-Verfolgung für die beiden zu den Plätzen zwei und drei.
Wicker setzte sich in der sitzenden Klasse in Abwesenheit ihrer Dauerrivalin Oksana Masters trotz zwei Schießfehlern souverän durch, hatte letztlich 1:05,4 Minuten Vorsprung auf die Chinesin Zhai Yuxin. In den ersten beiden Rennen war die Stuttgarterin, die am Notschrei erstmals in einem neuen Schlitten unterwegs ist, hinter Masters noch jeweils Zweite geworden. "Ich bin mit den Tagen hier sehr, sehr zufrieden", sagte Wicker: "Die Ergebnisse geben Aufwind."
Vortagessieger Marco Maier hatte im Sprint der stehenden Klasse am Sonntag enorme Probleme am Schießstand, kam beim Sieg des Chinesen Liu Xiaobin mit drei Strafrunden lediglich auf Rang acht.
Ab Mittwoch beginnt bereits der Skilanglauf-Weltcup in Finsterau, dort werden erstmal auch wieder Athleten und Athletinnen aus Russland und Belarus dabei sein. Saisonhöhepunkt sind die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März).