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Paralympics Sport Allgemein

Paralympics: Ukrainer dürfen keine Landkarte auf Anzügen zeigen

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© IMAGO/Ukrinform/ABACA/SID/Voitenko Anna

Die Ukraine wird bei den Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo nicht in den angedachten Anzügen antreten können. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) auf SID-Anfrage bestätigte, sei das vorgeschlagene Muster mit einer Landkarte des Landes verboten worden. "Gemäß den seit mehreren Ausgaben geltenden IPC-Regeln für Paralympics-Uniformen sind Texte von Nationalhymnen, motivierende Worte, öffentliche/politische Botschaften oder Slogans, die sich auf die nationale Identität beziehen, verboten", teilte das IPC am Dienstag mit.

Unter diese Kategorie falle auch "die Landkarte eines Landes", deshalb sei das entsprechende Muster "nicht genehmigt" worden. Die Ukraine habe aber umgehend eine Alternative vorgelegt und für diese auch sogleich grünes Licht erhalten. Die ursprünglich angedachte Uniform hatte eine Karte der Ukraine mit den Grenzen von 1991 gezeigt – also inklusive der Halbinsel Krim und der von Russland beim weiter andauernden Angriffskrieg besetzten Gebiete.

"Das IPC hat gesagt: 'Nein, nein, nein – das geht nicht'", sagte Walleri Suschkewytsch, Präsident des ukrainischen Paralympischen Komitees, der nationalen Nachrichtenagentur Ukrinform: "Es war eine schöne und sehr symbolträchtige Uniform, die sehr eindringlich aussagte, dass die Ukraine in der Welt, in Europa, mit all ihren Gebieten ohne Besetzung durch Russland existiert."

Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge am Freitag die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. Zuvor hatten bereits Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Bei den Wettkämpfen werden 36 Sportlerinnen und Sportler aus der Ukraine antreten.

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