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Wintersport

"Sohlen-Fall" Ström: Norwegen reicht Attest nach

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© IMAGO/SID/Anton Geisser

Die am Mittwoch wegen einer nicht erlaubten zusätzlichen Sohle im Schuh disqualifizierte norwegische Skispringerin Anna Odine Ström hat nach eigenen Angaben wegen einer medizinischen Notwendigkeit ihre Ausrüstung modifiziert. Wie Norwegens Cheftrainer Christian Mayer dem TV-Sender NRK beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen sagte, leide Ström unter einer Schiefstellung der Hüfte, weswegen sie am rechten Bein durch eine Sohle einen Höhenunterschied von einem Zentimeter ausgleicht.

"Anna Odine hat sich 2023 in Engelberg verletzt, die Verletzung war auf diese Hüftproblematik zurückzuführen. Deshalb haben wir begonnen, das auszugleichen", sagte Mayer. Ström trug somit eine zusätzliche Sohle im Socken, was am Mittwoch nach langer Kontrolle auffiel.

Allerdings ist für eine solche Maßnahme ein Attest nötig, wie Weltverbands-Renndirektor Sandro Pertile in Garmisch-Partenkirchen erläuterte. Ohne diese führt eine Modifikation wie in Ströms Falls zur Disqualifikation. Norwegens Team reichte ein solches Attest am Mittwoch allerdings erst nach der Kontrolle ein, der Weltverband FIS prüfe dies nun.

Der frühere norwegische Topskispringer Johan Remen Evensen nannte als NRK-Experte das Vorgehen von Norwegens Verband und Ström "einfach nur schwach". Der Vorfall sei keine Lappalie: "Je höher man auf dem Schuh steht, desto tiefer kann man den Anzug tragen und desto tiefer sitzt der Schritt. Ein Zentimeter weniger Schritt als üblich ist ein großer Vorteil", sagte der frühere Skiflug-Weltrekordler.

Ström war in Garmisch-Partenkirchen Elfte und danach aus der Wertung genommen worden.

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