Wintersport
Rodeln: Loch verpasst dritten Sieg in Serie nur knapp
Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat in Winterberg den dritten Weltcupsieg in Folge nur knapp verpasst. Beim zweiten Saisonerfolg seines derzeit größten Konkurrenten Jonas Müller aus Österreich schaffte Loch rund einen Monat vor seinen fünften Olympischen Spielen mit Platz zwei als einziger Deutscher den Sprung auf Podest. Nur 0,105 Sekunden fehlten am Ende auf Konkurrent Müller, der in der Weltcup-Gesamtwertung bis auf einen Punkt an Loch heranrückte.
In Winterberg, wo Loch (Berchtesgaden) zum Saisonauftakt seinen ersten Weltcupsieg seit 22 Monaten gefeiert hatte, lag der 36-Jährige nach dem ersten Lauf noch auf Rang vier. Mit der Bestzeit des zweiten Durchgangs schob er sich dann aber noch an Müllers Landsmännern Nico Gleirscher (+0,117 Sekunden) und Wolfgang Kindl (+0,285) vorbei. Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Max Langenhan (Friedrichroda/+0,347) folgte auf Rang fünf.
"Ein schönes Rennen wieder", resümierte Loch, der seine Probleme im ersten Lauf auf die im Vergleich zu den verschneiten Trainingstagen veränderten Bedingungen zurückführte. "Wir haben Bombenwetter bekommen", erklärte er: "Da habe ich mich erstmal zurechtfinden müssen."
Der Chemnitzer Timon Grancagnolo (+0,888) schloss das Rennen als Zehnter ab, David Nößler (Schmalkalden/+1,061) landete auf Platz 13. Das Team des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD) hatte in der Vorbereitung auf das zweite Weltcup-Wochenende der Saison in Winterberg mit einer Krankheitswelle zu kämpfen. "Fünfzig Prozent sind leider richtig krank", hatte Langenhan berichtet.
Loch, Goldmedaillengewinner von 2010 und 2014, hatte sich mit seinen bisher drei Saisonsiegen den Favoritenstatus für die Olympischen Rennen in Cortina d'Ampezzo erarbeitet. 2018 und 2022 war er ohne Medaille geblieben.