Wintersport
Rydzek in Oberhof Fünfter - Oftebro-Brüder auf dem Podest
Die deutschen Kombinierer haben bei der Weltcup-Rückkehr nach Oberhof erstmals in diesem Jahr das Podest verpasst. Beim Sieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro empfahl sich Altmeister Johannes Rydzek auf Rang fünf aber zumindest für ein Olympiaticket.
"Die Zuschauer haben mich gepusht. Geniale Kulisse, perfektes Wetter, spannendes Rennes - dafür trainieren wir", sagte Rydzek im ZDF. Dem 34-Jährigen, zuletzt zweimal Zweiter, fehlten im Ziel 8,4 Sekunden zu einem erneuten Platz auf dem Treppchen. Dort standen neben Sieger Oftebro auch Ex-Weltmeister Johannes Lamparter (Österreich) und Einar Luraas Oftebro, älterer Bruder von Jens.
Der viermalige WM-Zweite Julian Schmid kam auf Rang neun, Olympiasieger Vinzenz Geiger musste sich mit dem 23. Platz begnügen. "Es war ein sehr hartes Rennen. Die Strecke ist enorm anspruchsvoll, wir hatten auf der Schanze schon einen zu großen Abstand", sagte Bundestrainer Eric Frenzel im ZDF.
Rydzek, Schmid und Geiger haben alle die interne Olympia-Norm (zweimal Podium oder dreimal Top 6) bereits erfüllt. Ob Frenzel zwei oder drei Athleten mit zu den Winterspielen nimmt, ist noch offen.
Nach dem Springen hatten Franz-Josef Rehrl und die Brüder Thomas und Stefan Rettenegger noch für eine österreichische Dreifahrführung gesorgt, als bester Deutscher ging Richard Stenzel erst als Zehnter in die Loipe. Weil die Abstände im Compact Race aber vergleichsweise gering sind, schob sich das Feld wieder zusammen.
Erstmals seit 16 Jahren fand wieder ein Kombinierer-Weltcup am Grenzadler statt. Weil auch die Rodler und Langläufer in Oberhof am Start waren, war der Zuschauerandrang enorm.