Wintersport
Skisprung-Star auf Irrfahrt: Nikaido kann Dubai verlassen
Ende einer Odyssee: Japans gestrandeter Skisprung-Star Ren Nikaido kann Dubai nach einer knappen Woche verlassen und will ab Samstag beim Weltcup in Lahti antreten. Wenn denn jetzt alles glatt geht - und das ging es bislang bei seiner rund zehntägigen "Welttournee" so gar nicht.
"Finally" - endlich! Das schrieb Nikaido auf einem Abschiedsbild aus Dubai, der vorläufigen Sackgasse auf dem Weg nach Europa. Der dreimalige Medaillen-Gewinner von Predazzo wollte eigentlich nach seinen höchst erfolgreichen Olympischen Spielen nur ein paar erholsame Tage in seiner Heimat verbringen und reiste von Italien aus nach Japan.
Ab da ging aber fast alles schief: Als Nikaido Mitte vergangener Woche zurück nach Europa zum Skiflug-Weltcup nach Bad Mitterndorf/Österreich jetten wollte, streikte zunächst die Technik im Flieger. Nikaido musste raus aus dem Flugzeug und aufgrund des Nachtstartverbots am Tokioter Airport Narita auf den nächsten Tag umbuchen.
Unglücklicherweise wählte er eine Route über die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort traf er ohne Gepäck ein und blieb dann bei der Zwischenlandung am vergangenen Samstag hängen, weil aufgrund der Kriegshandlungen in der Region der Luftraum gesperrt wurde.
Seitdem harrte der Dritte des Gesamtweltcups der Dinge - bis am Freitag dann das Go kam: Von Dubai aus sollte es über Istanbul und Warschau nach Helsinki und weiter nach Lahti gehen. Beim zweiten von drei Springen am WM-Ort von 2029 will Nikaido dann am Samstag wieder dabei sein. Wenn denn alles gut geht.