Wintersport Olympia
Snowboarderin Hofmeister gibt Comeback
Olympiahoffnung Ramona Hofmeister wagt dreieinhalb Monate nach ihrer schweren Fußverletzung ein Comeback und kämpft um die Norm für die Winterspiele. Deutschlands beste Snowboarderin wird am Samstag beim Weltcup im Schweizer Scuol starten. Damit bleiben der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin vier Rennen, um die Qualifikation für Olympia in Mailand zu schaffen.
"Ball flach halten", sagte die Bronzemedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018: "Ich habe selbst entschieden, in Scuol zu starten. Natürlich will ich die Olympia-Quali schaffen. Das hat mich jeden Tag im Training motiviert. Aber der Trainingsrückstand auf Schnee ist enorm."
Die 29-Jährige hatte sich bei einem Trainingssturz in Zermatt das Sprungbein (Talus) gebrochen und das Außenband gerissen. Auf den Saisonstart mit bislang fünf Rennen musste sie verzichten. Jetzt bekommt sie in Scuol, Bad Gastein und Bansko (zwei Rennen) die Chance, zweimal in die Top 16 oder einmal in die Top 8 zu fahren. Das wäre gleichbedeutend mit dem Ticket für Olympia.
In der Woche vor Weihnachten stand Hofmeister zum ersten Mal wieder auf dem Snowboard, nach den Feiertagen hat sie mit dem Team trainiert. "Ich bin nicht sooo weit weg. Aber klar: Während ich im Kraftraum trainiert habe, waren meine Konkurrentinnen auf Schnee. Diese Wochen fehlen mir."
Körperlich sei sie topfit - bis auf den Fuß eben. "Direkt nach dem Sturz bzw. der OP habe ich voll motiviert losgelegt. Ich konnte die Situation sofort annehmen - für Hadern war keine Zeit", sagte die Polizistin. Nun gehe sie "voll motiviert und ganz ohne Druck" an den Start.