Wintersport Olympia
Test-Event für Olympia: Loch Vierter, Langenhan Fünfter
Die deutschen Rennrodler um Weltmeister Max Langenhan (Friedrichroda) haben beim Test-Event auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo noch Steigerungspotenzial offenbart. Gesamtweltcupsieger Langenhan (+0,218 Sekunden) belegte eine Woche vor dem Weltcup-Start hauchdünn hinter Felix Loch (Berchtesgaden/+0,201) lediglich den fünften Platz. Es siegte der Österreicher Jonas Müller vor dem Letten Kristers Aparjods (+0,173) und Wolfgang Kindl (Österreich/+0,179).
Rekordweltmeister Loch (36) kämpfte sich gut zwei Monate vor Beginn der Winterspiele (6. bis 22. Februar) im zweiten Lauf noch an Langenhan (26) vorbei. David Nößler (Oberhof/+0,900) schaffte es auf Rang neun und lag damit knapp vor Timon Grancagnolo (Oberwiesenthal/+0,905), der den zehnten Platz belegte.
Der Weltcup-Auftakt findet am kommenden Wochenende in Winterberg statt. Ursprünglich war der Start (5. bis 7. Dezember) in Innsbruck-Igls vorgesehen gewesen, doch Probleme nach dem Umbau der Bahn machten den kurzfristigen Ortswechsel notwendig. Anschließend stehen in diesem Jahr noch die Stationen in Übersee in Park City (12./13. Dezember) sowie Lake Placid (19./20. Dezember) an.
Die deutschen Rodlerinnen hatten sich am Samstag auf der komplett erneuerten Pista Olimpica Eugenio Monti besser zurechtgefunden, Vizeweltmeisterin Merle Fräbel führte vor Weltmeisterin Julia Taubitz einen Doppelsieg an. Die Olympia-Zweite Anna Berreiter wurde Achte, Anka Jänicke landete auf Rang 26.
Auch die Doppelsitzer zeigten sich in Form: Hannes Orlamünder und Paul Gubitz siegten bei den Männern, Dajana Eitberger und Magdalena Matschina bei den Frauen. Die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt wurden Dritte. Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal sowie Toni Eggert/Florian Müller mussten sich mit Platz elf begnügen. In der Teamstaffel mit Loch, Orlamünder/Gubitz sowie Fräbel und Eitberger/Matschina sprang am Sonntag der zweite Platz hinter den Österreichern heraus, Italien wurde Dritter.
Jedes Nationale Olympische Komitee (NOK) kann für die Winterspiele im Februar maximal drei Athletinnen und Athleten in den Einsitzer-Wettbewerben und zwei Paare in den Doppelsitzer-Wettbewerben nominieren.