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TTBL-Abstiegskampf: "Rechenschieberspiele sind gefährlich"

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© IMAGO/SID/Joaquim Ferreira

Im Tabellenkeller der Tischtennis Bundesliga (TTBL) geht plötzlich die Angst um. Beim Saison-Restart am Sonntag nach einmonatiger Spielpause befinden sich durch den Lizenzantrag von Zweitliga-Spitzenreiter TSV Windsbach gleich drei Klubs anders als noch vor der Unterbrechung unversehens in akuter Abstiegsgefahr. In der "1 aus 3"-Lotterie müssen besonders Schlusslicht ASC Grünwettersbach, aber zwei Punkte davor auch Ex-Meister TTC Zugbrücke Grenzau und Vorjahres-Halbfinalist TSV Bad Königshofen zittern.

Am Gemüt von ASC-Nationalspieler Ricardo Walther nagen die Sorgen der Karlsruher vor den letzten fünf Begegnungen merklich. "Es gibt schönere Momente", gesteht der frühere Team-Vizeweltmeister in einer SID-Umfrage bei den Kellerkindern.

Sein Klub, der wie seine Rivalen bis zuletzt auf einen Aufstiegsverzicht aller Zweitligisten gehofft hatte, trudelte durch eine Serie von inzwischen neun Niederlagen ans Tabellenende. "Zuletzt haben wir einige Spiele erst im Abschlussdoppel verloren. Das ist ärgerlich, aber wenn man alle verliert, ist es auch ein bisschen Unvermögen", lautet Walthers Urteil über die Misere des ehemaligen Pokalsiegers.

Beim denkbar schweren Start in den Endspurt am Sonntag (14.00 Uhr/Dyn) bei Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT indes könnte selbst eine Galavorstellung nicht zur Trendwende reichen. "Im Abstiegskampf fühlt es sich manchmal so an, dass man für einen Satzgewinn 13 Punkte und nicht nur elf braucht", sagte der 34-Jährige, 2021 mit Borussia Düsseldorf Gewinner des seltenen Triples.

Weniger fatalistisch will sich der frühere EM-Dritte Bastian Steger in Bad Königshofen gegen den Abstieg stemmen. "Der Abstieg wäre für uns ein richtiger Schlag. Der Glaube an unsere eigene Stärke ist aber die beste Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir sind auch gut genug dafür." Auf andere verlassen will sich der zweimalige Olympia-Dritte mit der Mannschaft bei den Franken nicht: "Rechenschieberspiele sind gefährlich."

Mindestens sehr bedrohlich ist die Lage auch für Grenzau nach 44 Jahren im Oberhaus. Bei den Westerwäldern, einst auch Triple-Gewinner, hält der scheidende Coach Slobodan Grujic mentale Stärke für den maßgeblichen Faktor: "Jedes Spiel ist jetzt wie ein Finale. Entscheidend wird sein, wer unter diesem Druck am besten spielt."

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