- Anzeige -
- Anzeige -
Wintersport Paralympics

Walter der Paralympics-"Pechvogel"? "Komische Situation"

Article Image Media
© IMAGO/SID/Laci Perenyi

Leonie Walter zieht bei den Paralympischen Winterspielen das Pech anscheinend nur so an, doch diesmal mit einem positiven Ausgang für die sehbehinderte Biathletin. "Es ist eine komische Situation. Das hatte ich noch nie in meinem Leben, dass ich bei der Jury aussagen muss und jetzt in wenigen Tagen mehrfach", sagte die 22-Jährige nach der Sprintverfolgung, nach der sie nach langer Wartezeit ein Happy End feierte.

Fast zweieinhalb Stunden hatte sich Walter gedulden müssen, ehe sie endlich ihre dritte Bronzemedaille in Norditalien in den Händen halten durfte. Beim ersten Schießen im Finale war es zu technischen Problemen gekommen, Walter erhielt daraufhin eine Zeitgutschrift, die allerdings von Tschechien angefochten wurde. Letztendlich erhielten Walter sowie Simona Bubenickova Bronze.

"Ich weiß nicht, ob ich zum Pechvogel geworden bin, aber heute kam zumindest eine Medaille dabei raus", sagte Walter, ihr erstes Drama in Tesero war auch noch nicht vergessen: "Es ärgert mich richtig wegen der Silbermedaille im Sprint, ich verstehe es nicht." Ihr Guide Christian Krasman hatte bei einem Anstieg kurzzeitig in eine verbotene Technik gewechselt, als er sich zu Walter umgesehen hatte. Die Jury setzte das Duo vom zweiten auf den vierten Platz zurück.

Diesmal entschieden die Verantwortlichen für Walter - und für den Sport. "Ich bin froh über die Entscheidung. Um niemandem gegenüber unfair zu sein, finde ich das eine sehr gute Entscheidung", sagte Bundestrainer Ralf Rombach: "Es kann nicht die Jury allein entscheiden, sondern hat auch ein Signal von der Verbandsführung bekommen, dass sie das so machen dürfen. Ich finde das groß von der IBU. Das zeigt, dass sie auch die Sportlerinnen an erster Stelle sehen."

- Anzeige -
- Anzeige -