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DTM in Zandvoort - Problem mit Traktionskontrolle? Preining klärt verwirrenden Boxenfunk auf

  • Aktualisiert: 26.06.2023
  • 08:29 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Imago Images
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Manthey-EMA-Porsche-Pilot Thomas Preining klärt auf, was es mit der Diskussion am Funk über die Traktionskontrolle auf sich hatte und wieso er fuhr wie im Qualifying.

Was war da bei Thomas Preining los? Die Funksprüche des auf Platz zwei liegenden Porsche-Werksfahrers gaben beim DTM-Sonntagsrennen in Zandvoort Anlass zur Sorge, er hätte ein Problem mit der Traktionskontrolle. Denn bei Halbzeit des Rennens funkte sein Renningenieur Kai Störling: "We have no TC for now. Keep going, we are running P2."

TC steht für Traction Control. Gab es also bei Preinings Porsche 911 GT3 R einen Ausfall der Traktionskontrolle? "Nein", klärt der Österreicher im Gespräch mit "Motorsport-Total.com" auf. "Da ging es nur darum, dass ich wie im Qualifying volles Rohr pushen soll."

Aber was hat das mit der Traktionskontrolle zu tun? "Die Traktionskontrolle bremst dich natürlich. Ich wollte wissen, ob ich die Reifen schon managen soll oder nicht. Wir sind eigentlich bis zum Schluss 100 Prozent gefahren. Das war von Anfang bis zum Ende Vollgas", erklärt er die Rennstrategie.

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Preining zu Traktionskontrolle: "Habe es gern selbst im Fuß"

Denn Preining, der nach dem Start Dritter war, ging beim Boxenstopp durch seinen Undercut an Landgraf-Mercedes-Pilot Maro Engel vorbei und machte nun Jagd auf den führenden Abt-Audi-Piloten Ricardo Feller.

Hatte er dabei die Traktionskontrolle, die in den GT3-Autos serienmäßig vorhanden ist und in der Regel auch eingesetzt wird, komplett deaktiviert? "Ganz aus ist sie nie", erklärt Preining. "Wir sagen 'no Traction Control', wenn wir sie nur ganz wenig nutzen. Das ist dem Fahrer überlassen."

Er selbst sei ein Pilot, der eher weniger auf elektronische Unterstützung beim Herausbeschleunigen aus den Kurven setzt. "Ich habe es gerne selbst im Fuß", bestätigt Preining. "Aber ab einem gewissen Zeitpunkt im Rennen muss man anfangen, die Reifen zu managen. Und der Ingenieur hat den besten Überblick über das Rennen, denn ich sehe im Auto nur, wer direkt vor und hinter mir ist."

"Hat Einstellungen gesagt, weil ich es nicht auswendig weiß"

Das erklärt auch Preinings Funkverkehr acht Runden vor Rennende. "TC 5.1, TC 5.1 - if you struggle with Tyres", funkte ihm sein Renningenieur einen Einstellungsmodus der Traktionskontrolle durch, sollte er Reifenprobleme haben.

"Wir sind letzte Woche beim Testen gewisse Einstellungen rausgefahren", erklärt Preining, was es damit auf sich hatte. "Die hat er mir durchgesagt, weil ich das nicht auswendig weiß. Ich hatte ihm davor gesagt, welche Probleme ich habe."

Auf welche Probleme er sich bezog? "Übersteuern, zu wenig Traktion vor allem im Mittelsektor. Das wirkt sich natürlich auf das Reifenmanagement aus, war aber nichts Grobes", so Preining. Derartige Funksprüche über die Nutzung der Traktionskontrolle seien während eines Rennens nichts Ungewöhnliches, meint der Manthey-EMA-Pilot. "Das machen wir immer wieder, aber diesmal wurde es im Fernsehen übertragen", schmunzelt er.

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Trotz aller Versuche keine Chance gegen Sieger Feller

Einmal ging es bei einem Gespräch mit dem Renningenieur auch um die AC, also die Air Condition - oder auch Klimanlage. Der "Grello"-Pilot fragte Störling, ob er diese wegen der Hitze im Cockpit aktivieren könne, ohne zu viel Leistung zu verlieren. Denn die Nutzung der Klimaanlage wirkt sich bei den meisten Autos negativ auf die Motorleistung aus.

Trotz aller Versuche gelang es Preining nicht, Feller wirklich zu attackieren, auch wenn er den Rückstand nach dem Stopp zeitweise auf rund zwei Sekunden reduzierte. "Ich habe wie verrückt gepusht - bis zur letzten Runde. Aber ich konnte nichts ausrichten, er war einfach zu schnell", sagt Preining, der mit Platz zwei aber die DTM-Führung übernahm.


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