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Motorsport Formel 1

Adrian Newey: Geheime Werksführung bei Aston Martin!

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© Aston Martin/Motorsport Images
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Aston Martin meint es sehr ernst mit seinem Angebot an Adrian Newey: Laut Informationen von Motorsport-Total.com hat das Formel-1-Team den Stardesigner in sein Werk in Silverstone eingeladen und Newey unter strengster Geheimhaltung eine Führung gegeben.

Das war Aston Martin offenbar so wichtig, dass es seine Belegschaft angewiesen haben soll, die Arbeitsplätze in der Fabrik für die Dauer des Newey-Aufenthalts zu verlassen, damit bloß nichts nach außen dringt.

Ob Newey vor Ort etwas gesehen hat, das ihn bei seiner Zukunftsentscheidung beeinflussen wird? Bislang haben sich weder er noch Aston Martin zu seinem Besuch geäußert. Und es ist weiter offen, welchem Team sich Newey anschließen will: Angebote liegen ihm genügend vor. Praktisch das gesamte Fahrerlager ist hinter dem Formel-1-Stardesigner her, der seinen Red-Bull-Vertrag gekündigt hat.

Bislang hieß es meist, Ferrari stünde auf der Poleposition bei den Verhandlungen mit Newey. Ein großzügiges Angebot von Aston Martin und nun die heimliche Werksführung könnten das Pendel jedoch in eine andere Richtung ausschlagen lassen. Und dann sind da auch noch Mercedes und Williams, die um Newey buhlen. Auch eine Rückkehr zu McLaren erscheint möglich für den 65-Jährigen.

Was Newey bei Aston Martin erwarten könnte

Und damit zu der vielleicht entscheidenden Frage aus Sicht von Aston Martin: Was kann das Team tun, um Newey zu überzeugen, seine Zukunft in Silverstone zu sehen?

Aston-Martin-Fahrer Fernando Alonso hat es unlängst so formuliert: "Niemand im Fahrerlager hat so großen Ehrgeiz und so große Pläne wie Aston Martin. Gleichzeitig musst du diese Ziele natürlich auch erreichen und die Ergebnisse einfahren."

"Wir reden aber von einem Team, das vor zwei Jahren noch sehr neu war. Seither hat sich die Belegschaft mehr oder weniger verdoppelt. Das Team befand sich in einem alten Jordan-Gebäude und hat jetzt eine super-moderne Formel-1-Fabrik."

Das beschreibt sehr treffend, was bei Aston Martin unter Markenchef Lawrence Stroll passiert: einiges. Denn es werden Ressourcen jeglicher Art angehäuft, um den Rennstall mittelfristig an die Spitze zu führen. Newey als leitenden Designer zu verpflichten, das wäre die vorläufige Krönung bei diesem Ansatz.

Alonso schwärmt von Adrian Newey

Denn Newey gilt als der "Meistermacher" schlechthin, weil er seit über drei Jahrzehnten Sieger- und Weltmeister-Autos entwirft. In den 1990er-Jahren heimsten seine Autos für Williams und McLaren reihenweise Erfolge ein, zu Beginn der 2010er-Jahre und wieder seit 2021 bestimmte Red Bull mit Newey-Autos die Formel 1.

Deshalb bezeichnet Alonso Newey als eine "Legende" und meint: "Wir standen ein paar Mal dicht davor, zusammenzuarbeiten. Ich wünschte, es könnte eines Tages so weit sein."

Newey selbst äußerte sich in der Vergangenheit ähnlich: "Es wäre fantastisch gewesen, mit Fernando und Lewis [Hamilton] zu arbeiten. Das ist aber nie passiert. Manchmal scheitert es an den Umständen." Neue Umstände könnten jetzt allerdings dafür sorgen, dass es eben doch passiert.

Nicht nur Newey wird umworben von Aston Martin

Newey ist aber nicht der einzige leitende Designer, der von Aston Martin heftig umworben wird: Auch Enrico Cardile als der aktuelle Chassis- und Aerodynamik-Chef bei Ferrari soll schon ein Angebot aus Silverstone erhalten haben.

Und da wird es interessant: Will sich Aston Martin mit Cardile "absichern", falls Newey nicht kommt? Oder würde Cardile Aston Martin als "Fluchtweg" nutzen, falls Newey zu Ferrari wechselt? Oder ist das Angebot an Cardile etwa nur "Störfeuer" seitens Aston Martin?

So oder so: Nicht nur im Fahrermarkt ist während der Saison 2024 viel Bewegung drin, auch der weitere Personalmarkt der Formel 1 hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Und persönliche Befindlichkeiten könnten hier eine Schlüsselrolle spielen.

Bei Aston Martin etwa würde Newey auf seinen früheren Red-Bull-Kollegen Dan Fallows treffen, der dort als Technischer Direktor angestellt ist. Fallows ist schon 2022 dem Ruf von Lawrence Stroll gefolgt, und laut Ex-Champion Nico Rosberg nicht ohne Grund. Rosberg sagte 2023 bei Sky: "Ich habe gehört, man hat sein Gehalt vervierfacht."


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