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F1-Bolide in rot und schwarz

Alfa Romeo präsentiert "C43" - neues Formel 1-Auto überrascht optisch

  • Aktualisiert: 07.02.2023
  • 10:36 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Alfa Romeo
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Alfa Romeo hat in der Schweiz seinen C43 für die Formel-1-Saison 2023 enthüllt: Für den italienischen Hersteller wird es das letzte Jahr als Partner von Sauber

Ein Anfang und ein Ende: Als erstes Team hat Alfa Romeo am Dienstag seinen neuen Boliden für die Formel-1-Saison 2023 vorgestellt, nachdem Haas, Red Bull und Williams nur ihre Lackierung auf überarbeiteten Boliden präsentiert hatten. Der C43 wird das letzte Auto unter dem Banner von Alfa Romeo sein, die dem Sauber-Team seit 2019 ihren Namen geben.

Das neue Auto besticht durch eine neue Lackierung in Rot und Schwarz, die von der Styling-Abteilung der Straßenwagen-Sparte von Alfa Romeo designt wurde. Das Weiß, das in den vergangenen Jahren neben dem Rot präsent war, fehlt hingegen beim neuen Boliden.

Vorgestellt wurde der C43 beim Launchevent in der Schweiz, wo neben einem Showcar auch virtuelle Bilder veröffentlicht wurden. Das erste Mal auf die Strecke gehen soll der neue Bolide am Freitag, wenn Alfa Romeo in Barcelona einen von zwei erlaubten Filmtagen absolvieren wird.

"Ein Auto zum Leben zu erwecken ist ein langwieriger Prozess, der alle Abteilungen eines Rennstalls berührt. Deshalb ist es ein Moment großen Stolzes, es heute zu enthüllen", sagt Alessandro Alunni Bravi, der als neuer Teamchef Frederic Vasseur ersetzt, der zu Ferrari gewechselt war.

"Wir haben uns dafür entschieden, dies vor unseren Fans und in der Nähe unserer Heimat zu tun, denn die Vorstellung eines neuen Autos ist nicht nur ein Moment, in dem man seine Ziele für die kommende Saison formuliert, sondern auch ein Moment, in dem man den Menschen, die einen unterstützt haben, etwas zurückgeben kann", so der Italiener.

"Unser neues Auto ist das Ergebnis monatelanger Arbeit, aber der heutige Tag ist erst der Anfang einer Reise. Wir müssen weiter hart arbeiten, mit Demut und Hingabe, um Leistung auf die Strecke zu bringen", so der Teamchef weiter. "Jeder im Team ist diesem Ziel verpflichtet, und ich bin zuversichtlich, dass wir die Früchte unserer Arbeit ernten werden."

Alfa Romeo hatte 2022 durchaus eine erfolgreiche Saison. Vor allem einer starken ersten Saisonhälfte hat man es zu verdanken, dass das Team am Ende den sechsten Platz erreichen konnte - die beste WM-Platzierung seit 2012.

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Weiterentwicklung des C42

Der C43 soll eine Evolution des Vorjahreswagens sein, auch wenn dieser in der zweiten Saisonhälfte kaum noch punkten konnte. Allerdings gibt es erhebliche Änderungen am Heck, mit einem neuen Getriebe, einer neuen Hinterradaufhängung und einem neuen Kühlsystem, wobei alle Änderungen darauf abzielen, die Schwächen des letzten Jahres zu beheben.

Auch auf die Zuverlässigkeit hat Alfa Romeo großen Wert gelegt, die 2022 ebenfalls zu den größten Schwachpunkten gehört hatte.

"Ich bin sehr stolz auf das, was wir in den letzten Monaten erreicht haben, denn die Entwicklung eines neuen Autos ist immer eine große Anstrengung für das Team", sagt Technikchef Jan Monchaux. "Dieses Auto ist eine Weiterentwicklung des letztjährigen Autos, das die neuen Regeln widerspiegelt und in den Bereichen, in denen wir Verbesserungsbedarf sahen, wichtige Änderungen vornimmt."

"Ich hoffe, dass es schneller sein wird als das erfolgreiche Auto aus dem letzten Jahr, das ist das Wichtigste, und auch zuverlässiger - wir haben viel in diese Richtung gearbeitet", so Monchaux. "Jetzt ist es an der Zeit, auf die Strecke zu gehen und zu sehen, wie sich das Auto schlägt. Ich freue mich darauf, wieder Rennen zu fahren, und ich bin zuversichtlich, dass wir bald noch viel mehr erreichen werden."

Andreas Seidl neuer Geschäftsführer

Die wichtigste Personaländerung hatte es im Winter an der Teamspitze gegeben: Andreas Seidl war überraschend als neuer Geschäftsführer verpflichtet worden und hatte dafür sogar seinen Posten als Teamchef bei McLaren aufgegeben.

Der Deutsche will aber eher im Hintergrund bleiben und hat für die täglichen Aufgaben als Teamchef Alessandro Alunni Bravi verpflichtet.

Seidl dürfte sich hingegen verstärkt um die Aufbauarbeit in Richtung Audi kümmern, die 2026 werksseitig in die Formel 1 einsteigen werden, aber schon jetzt Anteile am Team erworben haben. Für Titelsponsor Alfa Romeo wird 2023 hingegen die letzte Saison als Partner von Sauber in der Formel 1 sein.

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Bewährtes Fahrerduo Valtteri Bottas & Guanyu Zhou

Stabilität herrscht dafür an der Fahrerfront, wo Alfa Romeo auf das bewährte Duo des vergangenen Jahres setzt. Valtteri Bottas bringt die jahrelange Erfahrung aus einem Topteam mit, Guanyu Zhou will sich nach einem soliden, aber unspektakulären - mit Ausnahme des Überschlags in Silverstone - Debütjahr steigern. Beide gehen in ihre zweite Saison mit dem Team.

Bottas hatte in den ersten neun Saisonrennen 46 seiner 49 Saisonpunkte geholt, war dann aber zehn Rennen in Folge ohne Punkte geblieben, bevor er Alfa Romeo mit Punkten in Mexiko und Brasilien Rang sechs sicherte. Zhou war insgesamt dreimal in die Punkte gefahren, mit Platz acht in Kanada als bisherigem Höhepunkt.

Jetzt strebt der Chinese nach mehr: "Bisher habe ich im Simulator natürlich schon eng mit dem Team für die Saison zusammengearbeitet. Alles sieht recht vielversprechend aus, vor allem im Vergleich zum letzten Jahr, als wir alle Schwachstellen verbessern konnten, die wir hatten", sagt er.

"Und wenn ich mir das Auto ansehe, dann gefällt mir die Farbe sehr gut, denn sie hat die DNA von Alfa Romeo, und auch die Farbe Schwarz. Wir hatten oft sehr viel Weiß, es gibt also eine ziemliche Abwechslung", so Zhou.

Auch Bottas gefällt der Look: "Ich finde, es sieht gut aus, ich finde, es sieht ziemlich ordentlich aus. Ja, schönes Design würde ich sagen", meint der Finne.

Aber natürlich ist noch wichtiger, wie das neue Auto performt. Doch da geht er zuversichtlich in das neue Jahr: "Ich habe das Gefühl, dass dieses Auto, zumindest von den Zahlen im Simulator her, eher ein Allrounder ist, als nur schnell auf den langsamen Strecken", so Bottas. Der C42 hatte hingegen Probleme im Highspeed-Bereich. "Theoretisch sollte das viel besser sein", hofft er.

Nicht mehr dabei ist hingegen Robert Kubica, der in den vergangenen Jahren als Ersatzfahrer fungierte und immer wieder Freie Trainings bestreiten durfte. Der Pole hat Alfa Romeo zusammen mit Sponsor Orlen verlassen. Die Lücke hat der Rennstall aber mit seinem neuen Sponsor Stake schnell wieder geschlossen.


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