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Aston Martin: Auch langfristig eine Chance gegen Mercedes und Ferrari?

  • Aktualisiert: 15.04.2023
  • 09:20 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Motorsport Images
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Aston-Martin-Teamchef Mike Krack ist mit Prognosen für den weiteren Verlauf der Formel-1-Saison 2023 "vorsichtig" - Der Start stimmt ihn aber recht "zuversichtlich"

Aston Martin erlebt 2023 den besten Saisonstart in der Geschichte des Teams, seit der Rennstall aus Silverstone 1991 unter dem Namen Jordan erstmals an den Start ging. Fernando Alonso bescherte der Truppe in den ersten drei Rennen drei Podestplätze.

In der WM liegt man mit 65 Punkten aktuell auf Rang zwei hinter Red Bull - und damit vor den "Schwergewichten" Mercedes und Ferrari. Doch hat Aston Martin eine Chance, diese Platzierung in der Weltmeisterschaft bis zum Saisonende zu verteidigen?

"Wir müssen immer am Maximum sein, 100 Prozent [geben], um das Beste herauszuholen", weiß Teamchef Mike Krack, der betont, dass die Abstände in der Formel 1 in diesem Jahr "sehr eng" seien. Das betreffe auch das Verfolgerfeld hinter Red Bull.

"Es gibt dieses große Mittelfeld, in dem es im Grunde um ein, zwei oder drei Zehntel geht. Ich denke, dass es in unserer Situation mit Ferrari und Mercedes ähnlich ist, je nach Strecke, je nach Layout", so Krack, der erklärt, es werde von Rennen zu Rennen Verschiebungen geben.

"Klar ist, dass Red Bull die Schnellsten sind", steht für ihn fest. Dahinter war Aston Martin in Bahrain und Saudi-Arabien jeweils "Best of the Rest", zuletzt in Australien landete Fernando Alonso erstmals auch hinter Lewis Hamilton und damit einem Werks-Mercedes.

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Krack will nicht "zu viele Schlussfolgerungen ziehen"

Krack glaubt allerdings nicht, dass das viel zu bedeuten hat. Er erklärt: "Wir müssen ein paar Rennen abwarten. Man kann nicht nach einem Rennen sagen, ob man hier oder dort steht, man braucht ein paar mehr Daten, um wirklich zu verstehen, wo man ist."

Immerhin: Auch wenn man in Melbourne knapp hinter Mercedes landete, betont Krack, dass man auf "drei Strecken mit drei verschiedenen Charakteristiken" vorne dabei und "konkurrenzfähig" gewesen sei. Und das stimme ihn "zuversichtlich" für die nächsten Rennen.

Denn die kommenden Strecken seien teilweise "sehr unterschiedlich", erinnert er. "Wir haben Baku mit riesigen Geraden und dann Monaco [quasi] ohne Geraden", nennt er zwei Beispiele für die kommenden Rennen im April und Mai.

Und weil die Strecken so unterschiedlichen und die Abstände zwischen den Teams so gering seien, werde es sicher kleinere Verschiebungen geben. Man müsse daher "vorsichtig" sein, "aus einem Rennen zu viele Schlussfolgerungen zu ziehen."

Große Sprünge wie 2022 wohl ausgeschlossen

Grundsätzlich sieht er Aston Martin aber gut gerüstet - auch dank der Updates, die in den kommenden Wochen ans Auto kommen sollen. Zuletzt in Australien hat man noch auf Upgrades verzichtet, doch das soll sich bei den nächsten Rennen ändern.

"Wir haben [in Melbourne] am Freitag einige Kleinigkeiten ausprobiert, um unser Auto besser zu verstehen, bevor wir überstürzt in die eine oder andere Richtung gehen. Ich denke, wir wissen in etwa, was wir zu tun haben", erklärt Krack.

Gleichzeitig stellt der Teamchef aber auch klar, dass man keine so steile Entwicklungskurve wie 2022 erwarten dürfe. "Wir sind mit einer besseren Basis in dieses Jahr gestartet, sodass es nicht so einfach wie im vergangenen Jahr sein wird", so Krack.

Im Vorjahr war der AMR22 zu Saisonbeginn eines der schlechtesten Autos im Feld, nach den ersten drei Rennen lag Aston Martin als einziges noch punktloses Team auf dem letzten WM-Rang. Zwölf Monate später ist man ein regelmäßiger Podiumskandidat.

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Krack warnt: Stillstand ist Rückschritt!

Dementsprechend schwieriger ist die Weiterentwicklung des Autos. "Aber wir müssen Fortschritte machen, wenn wir dort bleiben wollen, wo wir sind. Denn selbst wenn wir nichts tun, werden wir uns zurückentwickeln", weiß der Teamchef.

Ein Punkt, den man verbessern müsse, sei zum Beispiel der Topspeed. "Ich denke, wir haben ein großartiges Auto. Aber der Red Bull ist auf der Geraden wesentlich schneller, und das ist etwas, woran wir definitiv noch arbeiten müssen", betont Krack.

Denn klar ist auch, dass das Team sich langfristig nicht nur als Gegner von Mercedes und Ferrari etablieren möchte. Irgendwann möchte man auch ganz vorne mit Red Bull um Siege kämpfen. Daraus hat Teambesitzer Lawrence Stroll nie ein Geheimnis gemacht.

"Natürlich ist er froh, dass wir einen Schritt gemacht haben. Aber für seine Ambitionen reicht das nicht aus", verrät Krack über Stroll und ergänzt: "Das Gute an Lawrence ist, dass man weiß, woran man ist. Er will mehr, und wir werden mehr liefern müssen."

Der Saisonstart 2023 war zumindest ein guter Anfang.


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