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Formel 1

Ferrari-Boss spricht F1-Teamchef Mattia Binotto das Vertrauen aus - fordert aber Verbesserungen

  • Aktualisiert: 12.09.2022
  • 10:33 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Imago
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Ferrari-Chef John Elkann spricht Formel-1-Teamchef Mattia Binotto zwar sein Vertrauen aus, jedoch nur mit Einschränkungen. Auch Pilot Carlos Sainz verpasst er einen indirekten Schlag ins Gesicht. 

München - "Wir haben großes Vertrauen in Mattia Binotto und wertschätzen alles, was er und unsere Ingenieure geleistet haben." Das sind die Worte von John Elkann, dem Vorsitzenden des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari, in einem aktuellen Interview mit "La Gazzetta dello Sport".

Das klingt so, als würde man dem vor allem auf Social Media angezählten Teamchef den Rücken stärken wollen. Aber Elkann lässt seinen Vertrauensbeweis nicht ohne Nachsatz stehen. Die Arbeit aller müsse besser werden sagt er. Das gelte explizit auch "für das ganze Managementteam und den Teamchef".

Die Ferrari-Bilanz 2022 ist zwiespältig. Einerseits verhindert eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen, dass Charles Leclerc ernsthaft gegen Max Verstappen um den WM-Titel kämpfen kann. Andererseits ist Ferrari, was die schiere Performance betrifft, das mit großem Abstand meistverbesserte Team der Formel 1.

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Zu viele Fehler bei Ferrari

Elkann: "Wir haben gesehen, dass noch zu viele Fehler passieren, wenn es um die Zuverlässigkeit, das Fahren und die Strategie geht. Binotto und seinem Team das Vertrauen auszusprechen, war die richtige Entscheidung und hat sich bezahlt gemacht. Dank ihnen sind wir konkurrenzfähig und gewinnen wieder. Aber ich bin nicht zufrieden, weil wir noch besser werden können."

"Dieses Jahr sind wir konkurrenzfähig. Genau so, wie ich vor zwei Jahren vorhergesagt habe. Und wir haben diese Konkurrenzfähigkeit in Siege umgewandelt. Wir standen zumindest schon viermal auf dem obersten Treppchen", sagt Elkann und lobt die Arbeit der Scuderia, mit den verbesserten Boxenstopps (70 statt früher 48 Prozent unter drei Sekunden) als konkretem Beispiel.

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Den Weg, den Binotto eingeschlagen hat, zuerst auf die Performance zu schauen und erst dann auf die Zuverlässigkeit, trägt Elkann mit. Er weiß, dass Ferrari nach der Motorenaffäre ein großes PS-Defizit hatte. Inzwischen gilt die Ferrari-Powerunit als echtes Kraftpaket. Das trifft sich gut, denn im Herbst wird der Antriebsstrang für die nächsten drei Jahre eingefroren.

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Leclerc soll WM-Titel holen - nicht Sainz

"Unser erstes Ziel war, konkurrenzfähig zu sein", sagt Elkann. "Bist du das nicht, hast du keine anderen Möglichkeiten. An der Zuverlässigkeit hingegen kann man immer arbeiten. Darum glaube ich, dass Ferrari noch vor 2026 Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeister werden kann, mit Charles Leclerc auf der Poleposition."

Letzteres ist eine hochinteressante Aussage, die Carlos Sainz nicht gefallen wird. Elkann spricht damit indirekt aus, was im Paddock ohnehin gemunkelt wird, nämlich dass Leclerc im besten Fall derjenige sein soll, der den Titel zurück nach Maranello holt. Auch wenn Elkann Sainz zumindest nicht ganz vergisst, wenn er sagt: "Wir haben vielleicht die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1."

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