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Formel 1

Michael Andretti schimpft wegen Blockade auf "versnobte" Formel 1

  • Aktualisiert: 17.07.2022
  • 20:36 Uhr
  • ran.de
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© Imago
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Michael Andretti will schon seit geraumer Zeit mit einem eigenen Team in die Formel 1 einsteigen. Bislang stößt sein Plan auf wenig Gegenliebe, der Ex-Rennfahrer reagiert deshalb genervt.

München - Schon seit geraumer Zeit arbeitet Michael Andretti daran, mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1 an den Start gehen zu können. Spätestens 2024 soll es soweit sein, dann will der US-Amerikaner das elfte Team in der Königsklasse stellen.

Sonderlich realistisch wirken die Träume des 59-Jährigen derzeit aber nicht. So sind sich die F1-Bosse nicht sicher, ob ein elftes Team positive Effekte haben würde. Vermarkter Liberty Media will verhindern, dass das Produkt Formel 1 durch zu viele Teams verwässert - viele der bereits bestehenden Teams wollen die üppigen Einnahmen indes nicht noch mit einem weiteren Rennstall teilen.

"Wir wollen den Wert nicht verwässern, indem wir einfach Teams addieren", äußerte dazu Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

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Michael Andretti: Formel 1 ist "versnobt"

Andretti hat dafür wenig Verständnis. "Er benutzt das als Ausrede. Aber man sieht ihm an, dass er denkt: Ich werde eine Stimme weniger haben. Es wird eine Stimme mehr gegen mich sein, so denkt er darüber", erklärte er im "GQ"-Interview.

"Ich habe das Gefühl, es ist immer noch ein europäischer Klub. So wie wir behandelt werden", führte der ehemalige Rennfahrer weiter aus und bezeichnete die Königsklasse als "versnobt".

Weil viele der Teams in Großbritannien ansässig sind, und die Motoren von europäischen Herstellern kommen, würde Andretti "eine Bedrohung darstellen. Das erste echte internationale Team", sagte er.

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Haas-Chef Steiner äußert Unverständnis

Doch auch wenn Andretti mit harten Bandagen kämpft, bislang schlägt ihm vor allem Ablehnung entgegen.

Er stellt sich der Herausforderung. "Du schwimmst mit den Haien. Man sollte also die Harpune dabei haben. Ich bin in dieser Hinsicht nicht naiv. Jeder hat sein Messer dabei und ist bereit, dir in den Rücken zu fallen", sagte er.

Bei vielen Teamchefs findet die Wortwahl des Amerikaners wenig Anklang. "Ich weiß nicht, was er mit diesen Kommentaren erreichen möchte, aber das muss Michael selbst wissen", erklärte Haas-Teamchef Günther Steiner.

Unterstützung von McLaren-Boss Brown

Andere sind derweil nicht ganz so ablehnend. So gibt es unter anderem Unterstützung von Zak Brown. Der ebenfalls aus den USA stammende McLaren-Chef erklärte kürzlich: "Ein sehr verlässliches Team mit einer verlässlichen Marke, mit den richtigen Ressourcen, das ist denke ich eine Bereicherung für unseren Sport. Und das scheint das zu sein, was Michael zusammengestellt hat. Basierend darauf unterstützen wir es."

Auch Alpine soll angetan sein, wird doch schon lange gemunkelt, dass der Rennstall auf der Suche nach einem Kundenteam ist, das mit dem eigenen Motor ausgestattet werden kann.

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