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Formel 1

Mick Schumacher in der Krise: Ist er dem Druck gewachsen?

  • Aktualisiert: 12.05.2022
  • 12:02 Uhr
  • ran.de / Oliver Jensen
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© IMAGO/Motorsport Images
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Mick Schumacher wartet weiter auf seine ersten WM-Punkte und bringt sich beim Großen Preis von Miami selbst um den Lohn. Im teaminternen Duell gegen Kevin Magnussen liegt der junge Deutsche klar hinten. Ist er dem Druck gewachsen?

München - Die Erlösung war zum Greifen nahe. Mick Schumacher befand sich auf Rang neun und hatte lediglich noch vier Runden zu fahren, als er eine falsche Entscheidung traf. In Kurve eins versuchte er ein Überholmanöver gegen Sebastian Vettel, verschätzte sich allerdings und kollidierte.

Vorbei war der Traum von den ersten WM-Punkten. Schumacher fiel auf Rang 15 zurück. "Wenn ich die Bilder sehe, hätte ich einfach dahinterbleiben oder stärker an ihm vorbeifahren können. Das ist sehr schade für beide von uns", sagte der Haas-Pilot danach gegenüber "Sky".

Der 23-Jährige war dennoch um eine positive Sichtweise bemüht: "Ein starkes Rennen bleibt es auf jeden Fall. Dennoch zählt am Ende das Resultat. Wir haben ein gutes Auto. Am Ende müssen wir es schaffen, nicht immer in so eine schwierige Situation zu kommen – speziell zum Ende hin."

"Sky"-Experte Ralf Schumacher hatte Verständnis für den Überholversuch: "Mick muss es da versuchen." Von jeglicher Schuld konnte er seinen Neffen allerdings nicht freisprechen: "Man sieht, dass er ein bisschen zögert. Das hätte er vielleicht gar nicht machen müssen, denn die Kurve hätte er haben können, indem er einfach ein bisschen später bremst."

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Schumacher liegt gegen Magnussen 0:15 zurück

Überhaupt häufen sich beim Sohn von Michael Schumacher die Fehler. Dass sein Haas-Kollege Kevin Magnussen bereits 15 Zähler auf dem Konto hat und Schumacher noch keinen einzigen, ist ein ernüchterndes Zwischenfazit. 

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Die ersten Punkte in der Formel 1-Karriere von Mick Schumacher waren zum Greifen nah. Doch ein Unfall mit Sebastian Vettel beendete den Traum. Auch sonst gab es wenige Gewinner beim ersten Großen Preis von Miami.

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Der einzige Stammfahrer der Formel 1, der in der laufenden Saison ebenfalls noch keinen Punkt einfahren konnte, ist Nicholas Latifi. Dieser ist allerdings im deutlich langsameren Williams unterwegs – und wird als "Paydriver" ohnehin nicht sonderlich geschätzt.

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Schumacher träumt von Ferrari

Schumacher hingegen hat hohe Ziele. Er ist bereits Ersatzfahrer von Ferrari und möchte eines Tages dauerhaft im roten Boliden unterwegs sein. "Ferrari ist ein Ziel für viele Fahrer, dementsprechend auch für mich", sagte er noch im Februar.

Bislang lieferte er allerdings wenig Argumente. Haas-Teamchef Günther Steiner weiß um die schwierige Situation von Schumacher: "Er benötigt ein perfektes Wochenende, ansonsten kommt man in diesem Jahr nicht in die Punkte, der Wettbewerb ist im Mittelfeld einfach wahnsinnig intensiv. Die Luft wird oben immer dünner."

Das heißt: Jeder noch so kleine Fehler kann den Rennausgang ruinieren. Steiner empfand es als "enttäuschend, wenn es so aussieht, als ob man in die Punkte fahren würde, und es dann doch nicht klappt - Micks Zwischenfall mit Sebastian hat dafür leider gesorgt."

Schumacher fügte bedauernd hinzu: "Wir waren auf dem Weg, Punkte zu holen, aber wir müssen noch etwas warten." Die Frage ist nur: wie lange noch?

Nicht nur in Miami erwies sich Schumacher als fehleranfällig. Beim vorherigen Rennen, dem Großen Preis von Imola, unterliefen ihm zwei Fahrerfehler, sodass er als Vorletzter ins Ziel kam. 

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"Wenn Du von einem Punkterang startest, zweimal die Kontrolle über das Auto verlierst und Vorletzter wirst, kann man nicht von einem guten Rennen sprechen", resümierte Ralf Schumacher danach.

In Saudi Arabien unterlief ihm bereits im Qualifying ein schwerer Unfall, bei dem er sein Auto komplett zerlegte, sodass er im Rennen nicht an den Start gehen konnte.

Ist die Fehleranfälligkeit möglicherweise ein Zeichen dafür, dass der Druck wächst?

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Mazepin war keine Messlatte

Wer als junger Fahrer in der Formel 1 erfolgreich sein möchte, muss zuallererst den Teamkollegen schlagen. Mit Nikita Mazepin hatte Schumacher vergangene Saison leichtes Spiel. Fast über die komplette Saison ließ er den mäßig begabten Russen hinter sich.

Magnussen allerdings bringt die Erfahrung aus 123 Rennen und 173 WM-Punkten mit. Der ehemalige Formel-1-Fahrer und heutige "Sky"-Experte Timo Glock sagte bereits vor dem Saisonstart: "Magnusen ist eine völlig andere Messlatte als Mazepin. Nun muss Mick zeigen, dass er auf dem gleichen Niveau fahren kann."

Bislang ist ihm das nicht gelungen. 

Oliver Jensen 

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