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Formel 1

Mick Schumacher: Teamfehler kostet Punktechance in Zandvoort

  • Aktualisiert: 04.09.2022
  • 20:10 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Imago Images
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Wie ein Teamfehler beim ersten Boxenstopp Mick Schumacher im Formel-1-Rennen in Zandvoort 2022 aus den Punkterängen hinauswarf.

München - Der drittbeste Startplatz in seiner Formel-1-Saison 2022 hat Mick Schumacher kein Punkteergebnis eingebracht. Beim Niederlande-Grand-Prix in Zandvoort sah der Haas-Fahrer das Ziel nach 72 Rennrunden nur auf Position 13, nachdem ihn ein Teamfehler früh im Rennen wichtige Positionen gekostet hatte.

Doch Schumacher reagiert gefasst: "Sowas passiert. Fehler passieren. Dieses Mal trägt niemand die Schuld dafür. Es war ein technisches Problem. In der Formel 1 ist praktisch alles am Limit, und manchmal entscheidet es sich halt auch beim Boxenstopp."

Eben diesen Boxenstopp hatte Schumacher in Runde 14 eingelegt, nachdem er beim Start auf Medium-Reifen zwei Positionen verloren hatte und auf P10 zurückgefallen war. Bei Haas aber spielte der vordere Wagenheber nicht mit, der Stopp verzögerte sich und Schumacher kehrte nur auf Platz 18 auf die Strecke zurück.

Er glaubt: Ohne dieses Missgeschick hätte er Zählbares mitnehmen können aus Zandvoort. "Wir hatten nämlich ein Auto, das ordentlich genug war für die Top 10. Leider hat uns [die Panne beim Boxenstopp] ein paar Punkte gekostet.

Manchmal funktioniert das Material eben nicht so, wie wir uns das vorstellen." In diesem Fall sei das "frustrierend", räumt Schumacher ein.

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Und Schumachers Rennen bleibt durchwachsen

Auch ein weiterer Stopp verlief nicht reibungslos, kostete Schumacher erneut mehr Zeit als erwartet. Das sei ebenfalls "nicht optimal" verlaufen, meint der Deutsche. "Ich vermute, wir hatten ein ähnliches Problem, denn der Wagenheber vorne war wieder langsam."

Den Start auf Medium-Reifen sieht Schumacher indes nicht kritisch, obwohl viele seiner direkten Gegner mit Soft losgefahren sind und so in der Anfangsphase mehr Grip hatten. Er habe mit der mittleren Mischung "leider nicht den besten Start" erwischt und sei zudem "etwas vorsichtig" gewesen, um keinen Ausfall zu riskieren.

"Rückblickend ist es immer einfacher zu sagen: Hätten wir nur dieses oder jenes gemacht. Andererseits: Der Reifenverschleiß mit Medium war recht hoch. Mit Soft wäre es nur schlimmer gewesen. Mit Medium am Start hatten wir einfach mehr Möglichkeiten bei der Strategie", erklärt Schumacher.

Doch für Haas habe das Rennen ohnehin unter keinem guten Stern gestanden, denn der Reifenverschleiß sei "etwas höher als gedacht" ausgefallen, weshalb man schon früh auf Hard gewechselt habe. "Bei den ganzen Safety-Car-Phasen am Schluss" habe das Team dann gut reagiert und ihm Soft für den letzten Stint mitgegeben. Und am Ende wurde es P13.

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Schumacher: Boxenpanne war ein Ansporn!

Ob ihn die Boxenpanne aus dem Konzept gebracht habe, weil damit klar war, es würde wohl keine Punkte geben? Schumacher verneint: "Das pusht mich eher! Es bedeutet, ich muss mehr auf der Strecke tun, um das wieder aufzuholen. Das habe ich versucht."

Andererseits seit es ihm im zweiten Stint auch darum gegangen, die Reifen zu schonen, was aber nicht wunschgemäß funktioniert habe. "Denn von einer Runde auf die andere sind die Hinterreifen eingegangen", sagt Schumacher. "Dann ist es irgendwo ein Kampf, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. Und dann sind wir gerne auf Hard gegangen."

Zwischendurch legte sich Schumacher noch mehrfach mit seinem deutschen Landsmann Sebastian Vettel im Aston Martin an, überholte den Ex-Champion einmal außenrum vor der vorletzten Kurve. Das sei "gut" gewesen, meint Schumacher.

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Immerhin die Pace hat gepasst, meint Schumacher

Aber: "So schön es ist, solche Zweikämpfe auszutragen, es war nur leider am falschen Ende des Feldes. Nichtsdestotrotz ist es gut zu spüren, dass wir im Vergleich wettbewerbsfähig waren. Leider hat es nicht sollen sein mit Punkten."

Es sei ihm wenigstens gelungen, eine "tolle Pace" zu beweisen. "Darauf hatten wir es abgesehen", sagt Schumacher, der für 2023 noch ohne Formel-1-Cockpit dasteht.

Sein Haas-Teamkollege Kevin Magnussen bescheinigt ihm in dieser Situation einen guten Speed. Schumacher habe in Zandvoort im Alleingang bewiesen, dass der VF-22 "immer noch konkurrenzfähig" sei, so Magnussen. "Ich wiederum habe es im Qualifying verbockt und im Rennen ebenfalls."

Magnussen: Fahrfehler zu Beginn ruiniert alles

Denn von Startplatz 18 kommend geriet Magnussen gleich auf den ersten Metern mit einem Gegner aneinander und flog ausgangs Kurve 1 von der Fahrbahn, hinein ins Kiesbett und ran an die Streckenbegrenzung. Das sei aber ein reiner "Fahrfehler" seinerseits gewesen, meint der Däne. Fremdverschulden schließt er aus.

Ob sein Auto beschädigt worden sei, das wisse er noch nicht. "Es gibt keinen offensichtlichen Schaden", sagt Magnussen. "Ich bin mir aber ziemlich sicher, irgendwas ist verbogen. Das erfahren wir aber erst, wenn wir das Auto wieder vermessen. Es fühlte sich allerdings normal an."

"Ich konnte [nach dem Abflug] weitermachen, war aber weit hinten und musste das halbe Rennen über aufholen. Ich bin zwar noch etwas nach vorne gekommen, aber es war einfach nicht unser Wochenende."

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Haas in Monza wohl wieder ohne Chance

Und in Monza wird es wohl nicht besser für Haas: Die Highspeed-Natur der Strecke spielt dem VF-22 nicht in die Karten, das Rennen werde "schwierig" für das Team, meint Schumacher. "Hoffentlich können wir bei einem etwas chaotischen Rennen wieder Punkte holen. In einem normalen Rennen aber stehen die Chancen [nicht gut]."

Das bedeute für ihn und Magnussen: "In Singapur und bei den dann folgenden Rennen müssen wir umso mehr auf die Jagd [nach Punkten] gehen."

Hierbei sei das Wissen um die grundsätzliche Leistungsfähigkeit des Autos "ermutigend", wie Magnussen ergänzt. "Auf schnellen Strecken haben wir Probleme, also wird das nächste Rennen [in Monza] nicht so toll für uns. Wir werden trotzdem tun, was wir können, und wir freuen uns mehr auf die Strecken mit viel Abtrieb."

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